Fugen

Seit Unzeiten hänge ich kopfüber im Blatt.

Die nagenden Schritte durch den Genitiv

Zählen die aufgehobenen Gesichter:

Die Nasen stechen in die Sitze.

 

Im Blumenwasser wachsen neue Generationen und im Achselschweiss

Die andern Lohn brauchen:

Keine Blankoschecks mehr und keine Adelstitel in den ungemachten Nestern und weltumspannenden Gradienten –

Jedes Huschen doppelt gebucht.

 

Ein Nerv nach dem andern begann in Gehorsam und Willfährigkeit zu schlagen.

Das eingebrachte Pfand verlängerte das Spiel.

Das Antlitz war nicht abgewandt und unter dem nackten Panzer schimmerten die Linien von Atout und Bruch:

Das Papier wuchs zu einem Siegerlächeln hinauf.

 

Doch noch geschahen Dinge: in tropfender Ablässigkeit und kampfriger Nachlässigkeit 

Widerfuhren sie den versammelten Stämmen. Ich betrachtete

Von unten herauf die Sprösslinge und Larven: aus Kavernen heraus und aus den Herzen von Buchmachern

Stiegen sie auf die Spitzen und erreichten die Nase und nach einer Unendlichkeit die Lippen.

Kakerlake im Weihwasser

In der Fingerspitzentiefe liegen

vom Druck der Kuppen betäubt

und die Beine regen und die Fühler

aus der Oberflächenspannung lösen –

 

mehr zappeln als waten

bis zur glänzenden Steilwand und dort

bewusstlos das Gleiten üben

herausgefordert von den Salzmarkierungen –

 

im Trockenen liegen

ein letztes Mal vom Druck gebannt in die passgenaue Mitte

und Beine voraus fallen auf den blendenden Boden

und unterm Kupfermäntelchen ein einziges Mal

 

ein knackendes Wort sagen.

Rollen der Köpfe

güte und granatäpfel:
in einer grauen ecke
und kaum weisser dampf über mehlsuppe
nichts verrät das chignon über den tanz
weissbärtig das brot mit angesetztem messer
über den tanz die drehung des schweren kinns 
der harten hüften und die haut graut nicht
ach den kopf schwer so an deine granatene
brust legen und auf den amorbogen warten
auf seinen sprung aus der grauen
grauen ecke mit mehlsuppe und leichter rötung
von handgelenk und wange und das schimmern des ohrs
unterm haar mit angestztem messer vor dem tanz
schon steigt der dampf nicht weiss und die knie 
warm und voll berühren sich und ich 
holofernes ohne platz in der grauen ecke
leise wird klirren der suppenlöffel am suppenkrug und grau
und graniten die suppe nach klumpen 
nach klumpen vom bart muttern aus dem knopf
in der mitte der schale und vor dem eintauchen 
nimm das kinn vom gelenk und in der grauen ecke
erinnerung an die fabrik im blau der latzhose meinen kopf
in diese hand legen noch vor dem tanz bitte ich
der sich nicht spiegelt mit seinem kamelhaargesicht
nicht einmal im griff des suppenlöffels mit einer hand
da steht für dein blaues doppelkinn und ja auch das messer
dunkel in der grauen ecke