Kakerlake im Weihwasser

In der Fingerspitzentiefe liegen

vom Druck der Kuppen betäubt

und die Beine regen und die Fühler

aus der Oberflächenspannung lösen –

 

mehr zappeln als waten

bis zur glänzenden Steilwand und dort

bewusstlos das Gleiten üben

herausgefordert von den Salzmarkierungen –

 

im Trockenen liegen

ein letztes Mal vom Druck gebannt in die passgenaue Mitte

und Beine voraus fallen auf den blendenden Boden

und unterm Kupfermäntelchen ein einziges Mal

 

ein knackendes Wort sagen.

Raunschatten

Frisch ist anders. Breithüftig 
Wurzelt der tag im ruinierten gebiet.
Dem sand gehört die rüstung. 
Allmählich findet das stampfen anklang. 
Ich bin ein geflecht. Eine bewarzung
Von früher und rigips. Die frische zog 
Am schaft und jetzt
                                 in den leerschlägen 
Ungezündet und vorgeschoben 
Im schatten von erwartung und scharten
Angesichts des schachtfeldes frische ich
in den hüftweiten auf. dem sand gehört
die rundung: was auch immer im tag
trennt von den schriftenlenden und 
triftigen gründen für eine kriegsbemalung
und ich ziehe die brummenden male 
hinüber in die 
                        verankerungen im putz und
früher. der tag ragt brüllend in die dünen.
das grüne fleisch der lüfte über mir. wer
wankt dort in meine höhlenrichtung?
die frische beisst sich in die knöchel. 
der tag reisst am zornband. und ich 
unbescholtenes fersengeld der zukunft
geschlechte die schutthalden in die warzen: 
allmählich wattet der tag die hünengräber zu.
und die schreie vor dem feind
                                                ankern in den hüften
die lendenlang vor den richtungen kreisen
aufgesteckt auf die herzen. dem sand gebürt
grund und schlagauf. ich 
                                        anders als frisch:
über den steinkreisen rabt es allmählich
umwurzelt am schatten. wer spricht
schlüpft ohne taktgefühl und mit kreisendem kopf
durch die Os der lehrtafeln. ein weiteres mal

früher als die estriche und ihre köpfe im sand.  

Rollen der Köpfe

güte und granatäpfel:
in einer grauen ecke
und kaum weisser dampf über mehlsuppe
nichts verrät das chignon über den tanz
weissbärtig das brot mit angesetztem messer
über den tanz die drehung des schweren kinns 
der harten hüften und die haut graut nicht
ach den kopf schwer so an deine granatene
brust legen und auf den amorbogen warten
auf seinen sprung aus der grauen
grauen ecke mit mehlsuppe und leichter rötung
von handgelenk und wange und das schimmern des ohrs
unterm haar mit angestztem messer vor dem tanz
schon steigt der dampf nicht weiss und die knie 
warm und voll berühren sich und ich 
holofernes ohne platz in der grauen ecke
leise wird klirren der suppenlöffel am suppenkrug und grau
und graniten die suppe nach klumpen 
nach klumpen vom bart muttern aus dem knopf
in der mitte der schale und vor dem eintauchen 
nimm das kinn vom gelenk und in der grauen ecke
erinnerung an die fabrik im blau der latzhose meinen kopf
in diese hand legen noch vor dem tanz bitte ich
der sich nicht spiegelt mit seinem kamelhaargesicht
nicht einmal im griff des suppenlöffels mit einer hand
da steht für dein blaues doppelkinn und ja auch das messer
dunkel in der grauen ecke