Saul, Freitagnachmittag; August

Ich schlafe nicht

Die Bälle tropfen auf das gelbe Gras

Die nachgesunkenen Sanktionen entladen die Würde: neunte Stunde

Ein Flug von Käuzen im Beutel der Hitze

Neunte Stunde für den vorbereiteten Karren aus

Feuerröte am Himmel über Gilboa: Glaube nur nicht

Du machtest mich wach willst hinkommen nur um

Nichts von dem zu finden was ich suche –

Ich schlafe schon nicht

Die roten  Wangen und die staubigen Federn: die Stunde zuviel

Die wie Pfeffer in das gelbe Gras sinkt

Und der Flug eines Mantels

Vom krampfigen Kinn eines verdorrten Arschs und drüben

Die gurrenden Zäune am aufgeschichteten Haus der Familie Donner –

Mein Wert ist in meiner Verwirrung –

Und die Rast ist unbezahlt

Am Himmel der neunten Stunde. 

Intraabdominale Druckerhöhungen

ich habe nichts. die landverteilung unter den kanälen schreitet voran

nimmt zu. die winde husten in die niederungen über den wattebenen. 

etwas beginnt zu zittern und später zu tropfen. die wolkenstränge hängen

ihre kuppeln voller oliven. aber ich habe nichts: die erfahrung lehrt noch

das was erfahren wurde wäre nur zu wahr wenn es erfahren worden sein 

könnte: nichts verteilt die nahrungsketten besser als diese ungeschifften

strömungen von denen ich durch die ladehemmungen im bereich der 

durchaus engstirnigen lavaniederdruckanlagen. ich sehe die augensterne 

tausender eiderenten im trockenen husten. die hügel wandern 

nagen an den gelenken der perspektive. die positiven klimmzüge 

entlang der hochseevorlagen sind noch nicht genügend verwurzelt 

im beckengelände der ungeteilten aufmerksamkeit. ironie und schwemmland: 

ich habe nichts in den parzellen untergestellt ausser einer nuance 

pumpwasser zu gleichen teilen vermischt mit chlorothalonil und kontrastmittel

und dem durchaus notwendigen zahnschmelz: die ungestüme gebärde 

ruft über dem geest eine kraterförmige romantik hervor die wie ich

in verbissenen kiefern landet. ich habe nichts von den rabenrosen gehört

die in den unvermarschten plateaus ihre umstände ausbreiten wie ziegenhoden. 

die unverdrehten kupplungen sind bereits durch die radiologischen institutionen 

marschiert. Och das wird schon passen. die bizepse schwellen an

ragen hinein in die kupfertönung meiner abendgelüste und die silberrücken-

heiden ohne definitive zusagen von deinen händen denn von dir soll auch

die rede sein von dir denn das innere ist grösser als das äussere

die flappenden sichtweisen wölben sich über den unten frei gemachten 

schmelzpunkten und ich habe nichts: eine ausdehnung von ameisen-

hängen und die verschunkelung nördlicher nächte oder die anteilseignung von 

fliehenden körpern: stehe im verharschten schnee vor dir und halte die ausschau

so nah an den unterleib wie möglich und im hemdchen ist es kalt so kalt

und ich gebe mir jetzt mehr mühe als je zuvor aber was lässt sich da machen. 

ich erfahre die grünen knollen und bleichen wurzelstränge in meinem schoss. 

und über den kanälen und dünen und zwischen dem keifen der rabenrosen

die jetzt ganz nah herangekommen sind und über den kiefern und wacholdern

stehen die hühnengräber aus wasser: nicht wäre mehr zu wünschen als diese

anlandungen und diese rippelspuren in den facettenaugen der tropfen. 

ich habe nichts mehr und sehe die kontrastierenden pilzkulturen 

in den bernsteinfarbenen inkarzerationen der daunenaugen und fürchte die 

letzten hinten offenen passformen und aufgeschwemmt kauere ich

die hände in den kniehöhlen vor dem weiten teegrünen land 

das ich vor dir her durcheilt habe bis an deinen gut durchfluteten

durchbluteten beckenboden.