Die Kraft haben

Mit schwerem schwarzen Schleim schaue ich dich an

die Luft ist schwarz und eisig

der Rotz rinnt und zeichnet Gitterstäbe

 

deine Vorstellungen vom Dreck werden niemals den Dreck in meiner Vorstellung lecken:

du wirst nicht trennen können

was davon Seele und was davon recht ist

 

und selbst wenn dein Mantel in Manifestationen und Vollversammlungen in der Hitze von Worten und Wünschen

süss wie Kohle

schwarzes Segel blüht

ist es mein Rotz und ist es mein Gesicht

in das die Trägheit von Armut und in das die Güte der Arbeit

mündet mit Beständigkeit und ohne Erbarmen

 

schaue ich dich an

Knecht eines Gesichts

das noch niemand geschaut hat

eingehüllt in die Vulva von Samt & Sonders

 

ich bin der Strom

der bei die Gerechtigkeit geht

Arschkarte und Aschelaube

deren Dreckstarre und deren Zahlenwert

sich nicht durch Reiben und sich nicht durch Lecken

lösen lässt: ein schwerer schwarzer Wurf an Blicken

eine schwarze schwere Pressluft

 

was für ein Gesicht dir auch immer vom illusorisch-industriellen Komplex zugewiesen wird:

du bist wie die Spanplatte zwischen Staub und Sturheit

 

ein unentdecktes

uneröffnetes

Gesicht weiss wie Fett

rot gefädeltes Bratenstück

das noch an selbstbestimmten Dreck und das noch an aussichtsreiche Grammatik

seinen Glauben heftet: eine Vorstellung von Kellerfenstern und Versprochenheit im Auge

 

ich schaue auf dich

Gesicht eines Knechts

dessen Kraft zur Liebe

spröder ist als diese zu spät bestellten billigsten Briketts.

Eine Studie für zwei Arme

Eine Studie für zwei Arme: ein Leichtes

für das Vorkommen von Lauterkeit in den Tiefen des Metabolismus

und das fortschreitende Erkennen der Rhagaden im unteren Bereich meiner Persönlichkeit.

 

Mit steifem Nacken und einer tiefen Irritation

starre ich im Schatten der Mykosen 

auf die zudringlichen Staubwedel der Neutrophilen.

 

Ich drücke mich um die Behändigung von offenen Armen

und hebe die Reagenzen in die geduldigen Sande: 

ich habe keine Hand mehr frei für numerische Überlegenheit.

 

Eine ganze Studienpopulation ist der Kontinentaldrift aufgesessen:

obwohl es Zeit für Nähe ist

finden weiterhin Desinfektionsmuster in die Kloake von gestern. 

 

Die Zeit für Mengenrabatte ist vorbei. 

Das fortschreitende Erbarmen mit den offenen Aromen

die keinem Lauterkeitsgebot unterstehen

 

die unerzählten Indikatoren von Vorkommen und Verständlichkeit

die in der Umamiwelle bis in die Tracheen reichen –

ich knie mich in die Interferenzen von Heil und Zorn

 

Verwerfe die Realakte an Malischen Golfen

oder die Klistiere in Obhut der Meningen

und starre im Licht von Interferonen

 

der Versteppung von Vorkommnis und Vorstellung entgegen –

ein Leichtes für die Detektion von Opferwillen und innerem Salz

in dieser Studie für zwei Arme. 

Rollen der Köpfe

güte und granatäpfel:
in einer grauen ecke
und kaum weisser dampf über mehlsuppe
nichts verrät das chignon über den tanz
weissbärtig das brot mit angesetztem messer
über den tanz die drehung des schweren kinns 
der harten hüften und die haut graut nicht
ach den kopf schwer so an deine granatene
brust legen und auf den amorbogen warten
auf seinen sprung aus der grauen
grauen ecke mit mehlsuppe und leichter rötung
von handgelenk und wange und das schimmern des ohrs
unterm haar mit angestztem messer vor dem tanz
schon steigt der dampf nicht weiss und die knie 
warm und voll berühren sich und ich 
holofernes ohne platz in der grauen ecke
leise wird klirren der suppenlöffel am suppenkrug und grau
und graniten die suppe nach klumpen 
nach klumpen vom bart muttern aus dem knopf
in der mitte der schale und vor dem eintauchen 
nimm das kinn vom gelenk und in der grauen ecke
erinnerung an die fabrik im blau der latzhose meinen kopf
in diese hand legen noch vor dem tanz bitte ich
der sich nicht spiegelt mit seinem kamelhaargesicht
nicht einmal im griff des suppenlöffels mit einer hand
da steht für dein blaues doppelkinn und ja auch das messer
dunkel in der grauen ecke