Narzisst

In den Falten von Bedarf und Manko

hoch oben auf den Zinnen von den wenigen lückenlosen 

Gegenwartsfrakturen wo keine Rede mehr 

auftrifft finde ich dich: in den ellenlangen Drehungen und 

Endungen wo die Erinnerungen an dich 

schwarzhaariger Clown mit breitem Maul 

spiegelfast ins Gelände hinausschiessen dorthin

wo vom Brauchen nicht mehr die Rede sein kann 

dahin wo von der ermessenen Tragweite deines Tuns 

nicht einmal mehr das Ellenköpfchen zu tasten ist: 

Fakturen um Fakturen von lückenlos erhaltenen 

Grimassen über dem Fehlen von Verständnis oder 

Teilnahme: und immer wieder die Visage des Kleinlasters

ein wenig zu schnell für innerorts

die immer wieder nur die Fetzen deiner Stirne und 

die Büschel deiner Haare trägt und Vater: 

sie wollten ihn mir töten doch nein: im norddeutschen 

Tiefland steigt dir nur die Frau vom Massagesalon nach

und Omas gütiges Gesicht mit den Augen eines Schneehuhns

dahin wo vom Brauchen nur noch die brüchigen 

salzfaltigen Fakturen zeugen und der wunschlose

Haferschleimhimmel: fast wäre an eine unermessliche 

Supination zu glauben fortgetragen über Grabenkarpfen und

Rosenzucht: ein Mindestmass an Vernunft und Einsicht

über dein dotterndes Herz gespannt und die Fliehburg

über den unerheblichen Flüchtigkeitsfehlern und den 

niedrigen Aufmerksamkeitsspannen aufgebrochen dorthin 

mit all ihren Schäfchenwolken dorthin aufgescheucht wo im Bedarfsfalle

der nächste Wunsch nach Trost oder die nächste Laune aus Vergessen 

aufsteigt in den kaum mehr ellentiefen mirage-freien Himmel: 

nahe genug noch für Unbedenklichkeitserklärungen und 

für den zuckenden Hunger des schwarzhaarigen Clowns: 

in den Senken wo keine Rede auftritt finde ich dich

mit diesem siegversprechenden Hundeblick und der brechenden Stimme

dahin treibt es dich an die mit Mahnungen und Ratenzahlungsvereinbarungen

aufrecht erhaltene Klagemauer: und in der Armut des Geschlechts

findest du den Reichtum für deine Bresche. 

Hingabe

Ich steh in deiner Hand

ich habe mich selbst dahin gestellt

nichts hat mich dahin gezwungen

doch deine Hand schien warm und weit

 

Ich steh in deiner Hand

ich habe mich selbst noch nie verstellt

nie noch zu dir durchgedrungen

War deine Hand schon schlagbereit?

 

So stand ich lange

kindlich und mit niedergeschlagenen Augen

du sollst nicht sehen meine Furcht

 

Da stand ich Schlange

vor mir all die anderen mit ihren Laugen

Nein dir gebe ich nicht meine Frucht.