Eine Studie für zwei Arme

Eine Studie für zwei Arme: ein Leichtes

für das Vorkommen von Lauterkeit in den Tiefen des Metabolismus

und das fortschreitende Erkennen der Rhagaden im unteren Bereich meiner Persönlichkeit.

 

Mit steifem Nacken und einer tiefen Irritation

starre ich im Schatten der Mykosen 

auf die zudringlichen Staubwedel der Neutrophilen.

 

Ich drücke mich um die Behändigung von offenen Armen

und hebe die Reagenzen in die geduldigen Sande: 

ich habe keine Hand mehr frei für numerische Überlegenheit.

 

Eine ganze Studienpopulation ist der Kontinentaldrift aufgesessen:

obwohl es Zeit für Nähe ist

finden weiterhin Desinfektionsmuster in die Kloake von gestern. 

 

Die Zeit für Mengenrabatte ist vorbei. 

Das fortschreitende Erbarmen mit den offenen Aromen

die keinem Lauterkeitsgebot unterstehen

 

die unerzählten Indikatoren von Vorkommen und Verständlichkeit

die in der Umamiwelle bis in die Tracheen reichen –

ich knie mich in die Interferenzen von Heil und Zorn

 

Verwerfe die Realakte an Malischen Golfen

oder die Klistiere in Obhut der Meningen

und starre im Licht von Interferonen

 

der Versteppung von Vorkommnis und Vorstellung entgegen –

ein Leichtes für die Detektion von Opferwillen und innerem Salz

in dieser Studie für zwei Arme. 

Alberich

Ich spitze die Lippen. Niemand sieht mich:

In den Rachen sammeln sich Komplementsysteme

die mein Auge schlossen und bauten ein Schloss

hoch auf den Infektionsherden

 

und in den Mergelkörpern auf den Sonnenterrassen:

da nicken sie unter den Sonnenuhren. 

Unterm gelben Hort kreist noch immer

der Vernunft-Frass:

 

Meine Antikörper in den verglasten Becken

denken nicht mehr an Verhütung 

noch an neutrale Böden: unter der Haut

sind die Keime in Brand geraten –

 

während ich schlief in meiner Mergelgrube

hat sich das feuchte Gezücht verwandelt

mit der Macht eines Komplementwinkels:

mein Labor ist voller Schwefel und kreischender Randomisierung. 

Rollen der Köpfe

güte und granatäpfel:
in einer grauen ecke
und kaum weisser dampf über mehlsuppe
nichts verrät das chignon über den tanz
weissbärtig das brot mit angesetztem messer
über den tanz die drehung des schweren kinns 
der harten hüften und die haut graut nicht
ach den kopf schwer so an deine granatene
brust legen und auf den amorbogen warten
auf seinen sprung aus der grauen
grauen ecke mit mehlsuppe und leichter rötung
von handgelenk und wange und das schimmern des ohrs
unterm haar mit angestztem messer vor dem tanz
schon steigt der dampf nicht weiss und die knie 
warm und voll berühren sich und ich 
holofernes ohne platz in der grauen ecke
leise wird klirren der suppenlöffel am suppenkrug und grau
und graniten die suppe nach klumpen 
nach klumpen vom bart muttern aus dem knopf
in der mitte der schale und vor dem eintauchen 
nimm das kinn vom gelenk und in der grauen ecke
erinnerung an die fabrik im blau der latzhose meinen kopf
in diese hand legen noch vor dem tanz bitte ich
der sich nicht spiegelt mit seinem kamelhaargesicht
nicht einmal im griff des suppenlöffels mit einer hand
da steht für dein blaues doppelkinn und ja auch das messer
dunkel in der grauen ecke