Now look at us!

Das Gras glüht über der Müdigkeit und die Schreie im Gestein strecken ihre Wurzeln aus nach den Seerosen bei den Fröschen und nach den Eisenstühlen im Kies.

Ich fühle mich dumm und ansteckend. Die hybriden Blütenantriebe haben ununterbrochen nach mir gerufen: schien es nicht fast

als riefen sie roth aus der arkadischen Ödnis heraus nach der Wolle im Mund der Politiker mit ihren Paletten von Leitbildern und Gemeinplätzen und du

mitten im Regen auf der Ile de la Cité hältst mir dein Heidegesicht hin

in dem Sandelholzduft und Grubenluft sich vermischen in einer Metamorphose von zahnloser Konsequenz: in letzter Rötung vor der Ankunft meiner Hand.

Ich stehe den blühenden Landschaften entgegen. Die Softwarefehler beginnen mit den Eukaryoten: die Trabanten schwärmen pink in die Leaks aus

die von Tuner’schen Rosetten berichten und von den Eichelwäldern.

Und hier halte ich nun deine Hand: Sonnenaufgang über Bercy. Die Surenbäume stricken weiterhin an der Einbahnstrasse hinunter zur Fontaine St-Michel.

Die weite Herkunft des Schreis: möchtest du nicht über das Aufbäumen und Ausschlagen die Hand legen?

Ich stehe im Garten der vorgefassten Ideen: deine Blume in der Hand und keuche unterm heissen aufgewirbelten Staub unter den Platanen.

Ansichtskarte

Auf deinem Amorbogen wächst 

Moos: Abrieb von Rubellosen –

die Karrespuren von Lieferwagen

über der Dentaltektonik

drainagegrabentief und der Schweiss

schäumt auf in der Torso-Stop-Motion

und ist auf der Zunge an deiner engen Lende

pestizidbitter und in den Gunten auf grauem Leinen

siedeln erste Veneriden

(Flucht in lauere Feuchtzonen)

und über der Heidelandzunge meines Rückens die ausführlichen 

differenzierten Handzeichen einer Chauffeurin –

in der grünen Zone der Marktregel Zufall verläuft

die Dolinenlinie und ich lutsche

im Obstgarten an deiner Olive –

schlage mit Birkenzweigen auf die als kleine Kreuze markierten 

Mammutherden in der Ost-West-Achse meiner Schulterblätter ein –

und du beugst die Hedgefonds-Klippen mit ihren Psoriasis-Flechten 

über den Chixculub-Krater von 2008 –

kohlendioxidgraue Atemsymbole im Augenschatten des Flutgeländes –

im Nabel-Atoll schwappt unterm Pumpenantriebsbock die Endsuppe –

nirgends landen mehr Albatrosse unter Gespött und die ersten Schösslinge

zerstösselt an der Schifflände meines Beckens –

und höbest du den Blick zum Chassis meines Taunus

du fändest keine Spuren im Schädelbecher 

in dessen Klärschlamm dein Schneckenbohrer sich mühelos dreht

bevölkert von Servergenerationen und eisgekühlten Gemüsesamen

unter der bürgerlichen Trautheit einer Karbidlampe –

ich höre das Rauschen der Klimaanlagen 

(als brühe jemand Kaffee)

und dein Gesicht und mein Gesicht 

im schmiedeeisernen Griff von Tauwetter und Evolution

verschmelzen zu einem grüngrauen Haarbogen

unter den Dünen und unter den Schlingpflanzen 

unterm Roman Tower von Caesar’s Palace. 

Rollen der Köpfe

güte und granatäpfel:
in einer grauen ecke
und kaum weisser dampf über mehlsuppe
nichts verrät das chignon über den tanz
weissbärtig das brot mit angesetztem messer
über den tanz die drehung des schweren kinns 
der harten hüften und die haut graut nicht
ach den kopf schwer so an deine granatene
brust legen und auf den amorbogen warten
auf seinen sprung aus der grauen
grauen ecke mit mehlsuppe und leichter rötung
von handgelenk und wange und das schimmern des ohrs
unterm haar mit angestztem messer vor dem tanz
schon steigt der dampf nicht weiss und die knie 
warm und voll berühren sich und ich 
holofernes ohne platz in der grauen ecke
leise wird klirren der suppenlöffel am suppenkrug und grau
und graniten die suppe nach klumpen 
nach klumpen vom bart muttern aus dem knopf
in der mitte der schale und vor dem eintauchen 
nimm das kinn vom gelenk und in der grauen ecke
erinnerung an die fabrik im blau der latzhose meinen kopf
in diese hand legen noch vor dem tanz bitte ich
der sich nicht spiegelt mit seinem kamelhaargesicht
nicht einmal im griff des suppenlöffels mit einer hand
da steht für dein blaues doppelkinn und ja auch das messer
dunkel in der grauen ecke