Raunschatten

Frisch ist anders. Breithüftig 
Wurzelt der tag im ruinierten gebiet.
Dem sand gehört die rüstung. 
Allmählich findet das stampfen anklang. 
Ich bin ein geflecht. Eine bewarzung
Von früher und rigips. Die frische zog 
Am schaft und jetzt
                                 in den leerschlägen 
Ungezündet und vorgeschoben 
Im schatten von erwartung und scharten
Angesichts des schachtfeldes frische ich
in den hüftweiten auf. dem sand gehört
die rundung: was auch immer im tag
trennt von den schriftenlenden und 
triftigen gründen für eine kriegsbemalung
und ich ziehe die brummenden male 
hinüber in die 
                        verankerungen im putz und
früher. der tag ragt brüllend in die dünen.
das grüne fleisch der lüfte über mir. wer
wankt dort in meine höhlenrichtung?
die frische beisst sich in die knöchel. 
der tag reisst am zornband. und ich 
unbescholtenes fersengeld der zukunft
geschlechte die schutthalden in die warzen: 
allmählich wattet der tag die hünengräber zu.
und die schreie vor dem feind
                                                ankern in den hüften
die lendenlang vor den richtungen kreisen
aufgesteckt auf die herzen. dem sand gebürt
grund und schlagauf. ich 
                                        anders als frisch:
über den steinkreisen rabt es allmählich
umwurzelt am schatten. wer spricht
schlüpft ohne taktgefühl und mit kreisendem kopf
durch die Os der lehrtafeln. ein weiteres mal

früher als die estriche und ihre köpfe im sand.  

Seelensex

In diesem faden bist du da:
Wie milch und blut siehst du aus. 
Aufgegangen in mir. Berührt
Von zierkirschenworten und 
Am ende ein nadelstich mit augenbrauen
Und samtmütigen heckenschuss. 
Wie fällst du ein! Dreimal nein und dann
Die schere deiner seele an meinen flechten:
Und ich lasse mich vom alltag nicht länger mehr
Behauen. Fällst ein wie ein kalmarblitz
Und rundherum vergrätzt die milch den glasigen
Blick. Ich stehe erneut hin und zeige horn.
Marussja! Siehst wie blut aus milch aus. 
Gehst auf mit den kämmen und grätschen
Die in den innerworten über knöchel 
Streichen. Mollusken im mund und
Am ende die salzstreifen im haar. Ich
Krümme dir den scheitel zum ersten mal. 
Die sänften stehen am sarkophag. Ineinander
Geseelt und erbleicht die glasglieder und hoch
Gehauen die Blick in die Wogen von dir und
Ätz-Wahrheiten. Aber rundherum breitet sich
Milch wie blut aus in meine näpfe und meine 
Hirsenzähren steifen ihre spitzen in dich. 
Oh gar nicht hinterrücks! Deine weichen 
Hauer stiessen nicht vergebens bis in die 
Lieder von honig und milch vor. Marussja
du hisst seelenweis die letzten büschel von 
Verstand und dreimal krönst du dich 
Am ende mit dem ende der geschichte.
Mitten im durchschiessen schreibe ich
Die einfälle in die gischtmütige haut von 
Innenschenkeln. Fertig gemuht! Du seelst
ineinander das stieben und pochen in engste
Scheitelpunkte. Durchwirkt von den blut- und 
Milchstrahlen hänge ich am fadenschein:
Im bürstenlicht der küstenlage ziehe ich wie ein strapate
Das japanische messer aus der seele und

Stosse es bis zum horn in den zierkirschenaufgang.  

Rollen der Köpfe

güte und granatäpfel:
in einer grauen ecke
und kaum weisser dampf über mehlsuppe
nichts verrät das chignon über den tanz
weissbärtig das brot mit angesetztem messer
über den tanz die drehung des schweren kinns 
der harten hüften und die haut graut nicht
ach den kopf schwer so an deine granatene
brust legen und auf den amorbogen warten
auf seinen sprung aus der grauen
grauen ecke mit mehlsuppe und leichter rötung
von handgelenk und wange und das schimmern des ohrs
unterm haar mit angestztem messer vor dem tanz
schon steigt der dampf nicht weiss und die knie 
warm und voll berühren sich und ich 
holofernes ohne platz in der grauen ecke
leise wird klirren der suppenlöffel am suppenkrug und grau
und graniten die suppe nach klumpen 
nach klumpen vom bart muttern aus dem knopf
in der mitte der schale und vor dem eintauchen 
nimm das kinn vom gelenk und in der grauen ecke
erinnerung an die fabrik im blau der latzhose meinen kopf
in diese hand legen noch vor dem tanz bitte ich
der sich nicht spiegelt mit seinem kamelhaargesicht
nicht einmal im griff des suppenlöffels mit einer hand
da steht für dein blaues doppelkinn und ja auch das messer
dunkel in der grauen ecke