Artikel mit dem Tag "sprüche des guten riesen"



sprüche des guten riesen · 11. Januar 2018
Mit der Nase in einem Tiger wühlen. Die rosenblättrige Vorwärtsbewegung steht auf Milchfüssen im Phosphatland. Die Talgdrüsen vereinigen sich über der Rodung: wo Wälder wuchsen reiben sich die leuchtenden Felle des Morgens aneinander und die Rhinophyme hoffen auf die Gesellen die ihnen die brüllende Waage auspicken: und die Schnauzhaare kitzeln meine Nase.
sprüche des guten riesen · 07. Januar 2018
So viel nimmt mir die Vorfahrt: lauter Sperrangeln und Black Fridays Vorworte und Vororte. Ich laufe in den Amok der Poesie: mein Kriss ist nicht sorgfältig meine Augen sind blind vor Sichtweisen und mein Körper zerfällt in Fetische. Und ich laufe durch die Regale und schlucke die Mikrofilme und verteile auf öffentlichen Plätzen rasiermesserscharfe Karteikarten mit Ohnmacht.
jan18 · 04. Januar 2018
der vater ist weit weg - ist bloss noch eine figur. es gibt keine frist mehr mit der man ihn markieren könnte: sein ungeschütztes lachen gehört jetzt den freunden und abgetauten verantwortungen. er ist zurückgekehrt in die gemeinschaft jener die seiner nie habhaft werden wollen: er ankert in den herzen der freunde mit all den postfaktischen narrativen seiner vaterschaft.
sprüche des guten riesen · 21. November 2017
In einem Mädchenzimmer aufwachen: Ein Minarett für zerschürfte Knie und Baldachin-Imitate: ein Brief von mir Platzt bohnenscharf und krautgrün Aus der olga-freien Zone ins Zaunwerk Das mit Balanchine-Schritten In deine Haut eingeweckt ist und Ich wach in einem Mädchenzimmer auf: Eine Trompete für das Atelier von Nähe.
sprüche des guten riesen · 15. November 2017
Die Anzahl von Tagen im Mund die ich dir gebe trete ich vor den Beamten und rechne ab: mit den Magnetophonen meiner Kindheit mit den Lastschriften meines Alters mit den Mangeln meines Sterbens – trocken und schwarz und senfäugig falle ich dir in den Schoss und höre die Zahl von deinen Lippen.
sprüche des guten riesen · 14. November 2017
Ich baue auf Nadelspitzen und Meerrettich mein Heim – eine vermessene Vermassung von Wolken und Wackersteinen und im Bauch die nudelfertige Wut und im untergetauchten Mäuerchen aus Scham und Schritt das immer noch in der Provinz meiner Zuständigkeit steht schimmern die Brotrinden wie Narben... breche ich auf mit allen Kegeln die ich in der Vertikale befestigt habe? Ach die braunen Wolken auf die ich verstrichen bin!
27. September 2017
Alles muss letztlich durch den Perkolator: meine mit Es gibt nichts beginnenden Sätze ebenso wie das Gefühl von Unsterblichkeit das ich in der Liebe entsichere -- dein Kraulen in meinem Nacken ebenso wie die Fussfertigkeit meiner Worte. Und selbst wenn der Kaffee dann nach Fisch stänke: in der vollen Tasse oder im verdoppelten Herz gibt es nichts was nicht doch eine Lücke bliebe für einen Fuss oder ein Metall am Hals.
06. September 2017
Ich bin deine Rosung und du bist meine Herzung. Wir haben Umschwung: und rundum Ist die Stille und die Mulden im Bett. Die Beruhigung ruft mit barem Fuss Nach deinen Rudeln von Küssen und Nach meinem Handeln von Glut. Du bist meine Herzung und ich bin deine Rosung - Ein grosses Tun über den Bund Hinaus in die Tusche des uns - Wir treten aus der Schonung in die Waldung.
29. August 2017
Mastgedanken auf Kieswiesen: Schleifspuren aus Eiszeiten von musikalischen Merkeldrüsen und Wasiren abgesondert – und über allem blüht der Tukan. Die Samenstränge der Moralisten und das Körperöl der jetzt noch Tänzelnden vermischen sich im Machbaren. Ein Du voller Kühlflüssigkeit und ein Ich mit Zellulose-Blähungen und über allem blüht der Tukan.
21. August 2017
Entkernte Terrassen aus aufgehaltenen Armen Mindestsporen von Tausendblütenabakussen allesamt in unentbiedertem Zustand und Bartwüchsen Crèmefarben und genügend ramifiziert in den Venen des Kyffhäusers versickert: da rühme ich mir die widerspenstige Lähmung der Kunden und die abgehalfterten Momente des Staunens. Mitten im Leben dem Zehnkampf mit Kraken anheim gegeben und keine Bauersfrau mit Minzlippen in Reichweite.

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