Artikel mit dem Tag "Viertelstundgedicht"



23. Mai 2017
Ich erinnere mich an keine Bedingungen Der Regen füllte die Luft Und du Freundin liefst an meiner Seite Die Flut an den Knöcheln Das Brandgeräusch des Himmels Die Kälte wurde Wärme Die Kleider Haut Die Luft Regen -- Und du Liebe warst vergessen -- Deine Tränen in meinen Leichtmut -- Und du Freundin liegst an meiner Seite Und im Raketengeräusch des Himmels Lachte ich über die Bedingungen Deiner überströmten Küsse.
01. Mai 2017
Auch du bist ein Bergsteiger - Trägst mit den kräftigen geübten Bewegungen deiner Zahnbürste Morgens und abends ein wenig vom Zahnwerk im Mund ab. Und jeder verstreichende Moment birgt die Chance Nicht mehr genügend Zeit zu haben Eine neue Fähigkeit erlernen zu können: Vom Nassrasieren bis zum Gitarrenspielen. Auch du bist ein Bergsteiger: Verbissen in den Fels der Sprache und erinnerst dich Hörst du von Stürzen Erfrieren oder Lungenembolien an jene Momente Da du selbst Kies...
07. April 2017
Ein Wunsch verschlossen Für die Zeit des Unwollens oder Den Anstandspickel aus Zahlungen und Lügentrümmel. Ich kann nicht Vom Vergnügen und den Tagen reden: Eine Jugend der Fülle kriecht Den Rereferenznummern auf den Leim. Ich plane nichts. Die Wucherungen fortgeschrieben In handwerklich hergestellten Eiern Unterm fruchtbaren Hacken der Schreibmaschinen. Ein Trumm Wolken bricht hinunter Aus der Schwellung der Nacht. Kein Wunder mahnt mich alles An die Wunder der Regenmärsche Und die...
21. März 2017
Erfüllt ist ein Wort Das mich gerade sehr Berücksichtigt: ein zurückgesetzter Balkon ohne Gemüse oder Sitzgelegenheit — Ein verschmitztes Absinken ins Greisenhaft- Befreite — ein aberverliebtes Gut Der verzückten Einheit mit dir In Stille und Plüsch — eine verrückte Falte des Glücks — ein Tusche-Strich Quer über die Brücke des Zutrauens: Ein Wort von Kenntnis und Krücken-Müdigkeit: Geiselhaft von Waggis Die mich brutal vollstopfen Mit den fehlenden Zinsen Der Wertschätzung...
20. März 2017
Da stehen sie schon Schlange vor dem Elektronikfachgeschäft: In Reih und Ordnung wie zur Erschiessung abkommandiert. Noch ein letzter Blick in ihre Bildschirme und Eine kurze Nachricht an die Liebste — Drüben eine weitere Baugrube wie ein umgekehrter Kühlturm Vor der ein Rentner steht und hinunter forscht Als ergründe er die Augen seiner Enkelin — Und vor Werbeflächen verkünden Irgendwelche filetierten Frauen Den umgewandten Feminismus Der in der Annahme der Zuschreibungen Gegen die...
06. März 2017
In gewissen Nächten Schweis gebadeten Nächten Wenn Leintuch und Kissen dem Körper Einen heroischen Wickelkampf liefern Und besonders in den kühleren und Bereits wieder helleren Morgenstunden Geschieht ein halbes Leben und du bist ein Haar Das der Wind der Synapsen um den Finger der Wahrnehmung wickelt Der plötzlich zum Zeiger der Vorstellung wird und du Zum Guckloch der Schöpfung Alle Muskeln angespannt zum Sprung über den Abgrund der Dämmerung Und du wachst auf und dein ganzes Wesen...
01. März 2017
Im Bauch der Kantinengespräche Schaukelt Kollege Essig Auf dem Himbeersirup der kompetitiven Freundlichkeit: noch ist sein Kopf Unerfüllt und die Versprechen Entenbürzel — Überstülpung eines Tunnels Mitten im Satz und mitten im kollegialer Brüderlichkeit: Essig fällt Das geschmeidige Gleiten ein Das ihn ins Wrack lässt Das er ist. Er lächelt in seine Saugnäpfe.
20. Februar 2017
Im Rachen der Monumentalseiten Ist das Meer: ein Wirbel von Bauchsteinen und Eine Kumulierung von Perspektiven Im Anblick der Krokodilstränen Aus Nacht und Alben. Eine Bronze Von geständiger Behändigkeit: In dem Doppelkinn kurz vor dem Abruf Der Steinhalterungen und grubenförmigen Annalen: das Auftreten von Bezirken der Liebe In Ermangelung von Kniefällen und Sehenswürdigkeiten. Ich sehe noch Die Zauberfalten am Rand des Seitenbeckens In das wir die Steine gehäuft haben Und unsere...
16. Februar 2017
Am Morgen sehe ich die gleichen Menschen auf meinem Weg zum Bahnhof an stillen Pausenplätzen und am aufgeregten Treiben der Krähen vorbei die gleichen Menschen und zögere manchmal besonders an so einem Tag wie diesem mit einer Märzsonne mitten im Februar weil sie im Regen anders ausgesehen haben diese Menschen bekannter vielleicht mir selbst ähnlicher und ich erkenne sie erst spät wenn wir schon aneinander vorbei sind oder gar nicht und einige blicken mich im Näherkommen an wie ich sie...
13. Februar 2017
Ich leide es nicht länger: Die Liebe ist nur ein nacktes Monster mehr Das mit einer Sandkruste als einzigem Schutz am Strand liegt und Die Hände nahe am Schnabel hält Wie ein Kleinkind Das gerade gerügt wurde für das Daumen-Nuckeln (Du bist schon ein Grosser oder?) — Pickt nicht mehr nach mir unter den Wellen — Liegt unterm Brand der Sonne am Strand Bald mehr Dattel als Ratte Ohne deinen Blick — Ich leide es nicht länger: In den Morgenstunden ist dein Name Nur das entfernte Säuseln...

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