Artikel mit dem Tag "Sept15"



30. September 2015
Nahrung für Fregatten: Kinderlose Generationen Im Rinnstein gefunden — Fassungsarme Becken Durch das Eidechsen eilig Ihre Schwänze führen — Richtige Klagemauern aus falschen Pickeln Vom polizeilichen Pinzettengriff bedroht — Oh die Mastbäume des Überflusses Die hüpfenden Bojen der Umstände! Nahrung für Fregatten: Eine Arschgeige begleitet Von einer Arschbombe Beide in schicken Sackos… Lauter Versuchballons Mit zweifelhafter Füllung! Und dann der Leim der Gesellschaft Über dem...
28. September 2015
Ein unaufhörbarer Wind Schient die mutmasslichen Und wenig linden Aufflüge Der billigeren Träumereien Endlich in eine überhaupt nicht Vorhersehbare aber notwendige Ja durchaus notwendige Domänen-Gestalt. Ich allein Wie ein Dämon und Feckenträger Trete den Bedenkenträgern Den Feigenblättlern entgegen: Mit einem Gesicht wie ein Kind Sowohl unkund als auch unumwunden Blecke ich meine Wunden Wie eine hohle Hand und verströme Diesen alles überwindenden Wind Der unverwunden die Gesten...
27. September 2015
Auf See kehren die Wörter nicht um. Die Seelenschlepper in ihren Rettungswesten Verlegen fliehenden Kinns Kabel mit „sehr räubern“ — Die Gummischläuche der Träume Lösen sich auf im Säurewasser Aus dem Mund der Klempner: „Sehr räubern alles wegnehmen“. Ein Volk auf Booten: Draussen in den Wörtern Die nicht umkehren Werden wir ausgebootet Von der empfohlenen Geduld. Alles sehr weg. Die sehren Räuber Ketten uns in die steifen Nächte Wie leere Panzerfäuste. Denn andere Fäuste...
24. September 2015
Ich klinge schon wie ein Bahnhoflautsprecher. Auf meiner Platte Kreist der abgeschlagene Schwanz. Der Schatten zieht weiter Über die Scheibe voller Trippeln. Die Bruchstelle hinterlässt Abrieb wie Lippenstift Auf all den Fräulein-Spiegeln. Der Schwanz zuckt noch wie mit dem Kopf! Der Drache in all seiner Niedlichkeit In den Scherben auf dem angehaltenen Steinfluss: Das Bitten im Blick hat immer gewirkt… Das Kitzeln ist unerträglich — Meine Ansagen donnern Durch die schattenlose Halle…...
23. September 2015
Mit Lumpen gefüllte Tausendfach gekittete Irdene Krüge seid ihr! Als könnten Kriege euch Reinigen wie Öfen! Ich lobe mir die Memmen Die sich unter Granaten In die Büsche ducken! Die in Suppenküchen anstehen Die Lumpensammler. Und eure Kriege verlängern Nur unser Elend und nicht Eure Schwänze! Was brauch ich euch Stechmücken Wenn ein Wort genügt Um die Blähung aufspritzen zu lassen Wenn ein Blick euch Aufbäumt und aufspiesst? Und du Held aller Helden Rotwangige Banause der...
21. September 2015
In Kriegen war ich: Keiner wie dieser. Mut ist hier nichts wert Und auch Tapferkeit zählt nicht. Dieser Krieg findet unterm Harnisch statt Unter der Haut oder gar nicht Fast schon im Blut selbst. Wäre er nur eine Infektion! Eine offene Wunde! In Kriegen war ich: Keiner wie dieser. Wissen ist Krebsgang Können ist Tanz des Schneiders. Hier wird gemessen mit Selbstsicht Und wer sich selbst trifft Verletzt den andern Am meisten. Ginge es nur m Wagemut Um blindes Dreinschlagen! In Kriegen war...
19. September 2015
Ein Schild aus Pfeffer Trübt die Grenze ein. Bambus wächst höher als die Hände einzelner: Speerstäbe zum Warten. Fetzen schlagen in feuchte Gesichter Mit ihren gereckten Kinnen und Tatenlosen Bärten. Blau Beschleierte Chilitruppen — Die Schirme vorahnend schon Aufgespannt: die vielen Herzen Dieses einen Körpers der nur Tinte verschiesst und abtaucht In die Schlingen des Kelpwaldes — Und die Schierlinge chillen… die Pfritzen… Bitte um Nachsicht. Wind dringt Durch die Sägeblätter...
18. September 2015
Herr Heinz ist sich nichts mehr sicher. Langsam geht sein Hirn Den Weg aller Schwämme. Seine Augen schwirren Zwischen Hü und Hott. Seine Wörter gehorchen ihm nur noch Wenn er nicht daran denkt Was er sagen wollte — vielleicht Hat er seinen Willen zulange Hinter sich hergeschleift Im Staub der Koppel. Herr Heinz besucht seine Nachbarin Regelmässig aber er steht nur Unten in der Küche und neigt seinen Kopf Über das verfaulte Obst Dessen Geruch er noch immer liebt. Seine Hände Sind wie...
16. September 2015
Soll man denn Nichts mehr sagen? Die Verstümmelung Annehmen? Floskeln erheben Zur Wahrsprüchen? Das Unzusammenhängende Zusammenhängen? Den Moment Da der Finger Noch im Schraubstock Zeigt auf das Was zu sagen wäre Mehrfach falten Zu einem Papierflieger? Ist da nicht In der Schandgestalt Doch ein wenig davon noch da Was zum Singen einlädt Statt zum als Papiertiger Fortgeführten Bildersturm? Müssen die Sätze Wie Prachtschnäuze Gezwirbelt werden? Ist das Wundwasser Wichtiger als die...
14. September 2015
Täglich stieg der Pegel Doch es regnete nicht. Ihr Gesicht wie ein Schatten Auf dem Herz: blau & kühl. Jedes Zucken ihrer Mundwinkel Konnte die Zukunft skalpieren. Das Aufleuchten der Spange Wie gespiegelte Hieroglyphen. In den Nächten dann Die Übung im Ertrinken. Nichts geschah. Die Tage fielen In langen Strähnen von meinen Lenden. Ihre Stimme berührte die wund Gelegenen Stellen: kühl & blau Verschütteten die Dünen Wie versprochene Berge Langsam Taten & allmählich Raten...

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