Artikel mit dem Tag "Okt2013"



31. Oktober 2013
Es ist nicht einfach Doch wär’ es einfach Gäb’s nichts Schönes. Gäb’s nichts Schönes Wär’ es öde. Mit dir bin ich icher Als ohne dich. Mit dir bin ich glücklicher Als ohne dich. Ich bin so öde Ohne dich. Es ist nicht schwer Doch manchmal schon Als Geschenk bescher’ Ich dir Höflichkeitswonn Und es ist nicht öde. Das ich dir beschwör Ich mich nach dir verzehr.
30. Oktober 2013
Dichterisch leben: Das Gedicht leben. Eine Arbeit und Aufgabe wie jene des Schienenlegers, der Kassiererin, des Mathematikprofessors, des Poliers, des Müllmanns, der Laborantin, der Testmaus, der Hausfrau, der Kleinkinderzieherin oder Hebamme, der 5. Klässlerin, des Rentners, der Milchbäuerin, des Metzgers, der Drehteilelieferantin, des Bettlers und der Bankerin - nur schreibe ich Gedichte. Gedichte lassen sich nicht bezahlen. Gedichte sind nicht dinglich, obwohl sie manifest und konkret...
28. Oktober 2013
Mein erster Besuch in Moskau. Ich rede in letzter Zeit viel von Pasternak, lese auch seine Gedichte öffentlich. Ich fand diese Foto heute unter dem Sofa, wo sie wahrscheinlich hingerutscht war, als der Kleine mit dem Album hantierte.
26. Oktober 2013
I Poesie entsteht dort Wo das Schöne sich mit dem Hässlichen mischt Wie der Schweiss mit den Tränen - Entsteht dort wo der Schmerz zu Mut wird Die Wahrheit zum Glauben - Die Poesie ist meine Kirche des Möglichen… Sie lebt von jedem Wort Das hergestellt für Jähes Sie lebt in jedem Wort Wie Karies in den Zähnen Sie lebt mit jedem Wort Das als Sichtbeton auf die Rosen eindrischt: Die Poesie ist meine Sichel fürs Tägliche… Sie lebt für jedes Wort Das durchdringt zu Tauben. II Poesie...
20. Oktober 2013
Gestern habe ich erfolgreich meinen 2. "Samstag der Poesie" durchgeführt. Dabei habe ich rund 13 x in den Strassen von Basel mein rundes Dutzend Gedichte (wovon zwei eigene, den "Torso meiner Frau" und "Fabrik") gelesen. Es war ein sehr schönes Erlebnis, wie schon das erste Mal vor einem Monat. Ich hatte am Anfang ziemlich Angst, aber diese hat sich eigentlich gleich beim ersten Wort der "Definition der Dichtkunst" von Boris Pasternak gelegt. Ich habe wieder viele "Eiler" gesehen und bin...
17. Oktober 2013
(für Sylvana) Nachdem ich dich umarmt Und gleich nochmals umarmt hatte In diesem kleinen Zurücktreten nach einer Umarmung Fragtest du so Dass die Frage eine Aussage war Dann hast du also wirklich deinen Traum verwirklicht Und bevor ein erster Konsonant sich an meinem Gaumen abschlagen konnte: Ich gratuliere dir! Das freut mich so für dich! Ich umarmte dich gleich noch einmal Und diesmal war die Umarmung eine Schutzgeste… Denn ich der ich Niemals die Aussage erreiche Immer die Stimme am...
16. Oktober 2013
Die Zeit zahnt: Gemeinschaft des Abgeschöpften Mit jenem das gespannt ist Über unsern Köpfen. In Lauf-Bahn Vereinsamt das Arg-Gewöhnte Gefangen im gemässigt Erlaubten das bekannt ist. Die Hast wohnt Im Argwohn. Gesichts-Aas: Der Wein schafft dem Abgeschabten Den Janus der entbrannt ist In den Vasen-Wangen. Was pauschal Wie Leinsam’ am Rad - : genabtes Erlangen im aufsässig Vertrauten das gewandt ist. Die Zahl thront Im Bar-Lohn. Der Raum plant: Der Schein rahmt die Aufgeknöpften Mit...
10. Oktober 2013
Auch in Auschwitz Lachten Menschen (Und nicht nur Deutsche) Und die Gesichter der Jugendlichen Bleiben nur kurz starr Und entspannen sich schnell wieder Das Lachen erklingt Vor dem Krematorium Wie Sonnenflecken im Gras Auch in Birkenau Wächst Gras und Busch und Löwenzahn Wie immer schon Und die Stufen in den Blöcken Lächeln geduldig zu den Schritten Der Besucher
10. Oktober 2013
Ausnahmsweise hier einmal keine Gedichte, sondern Fotografien, mit Dank an Herrn Wiggli, der den Abend am 6. Oktober fotografisch festgehalten hat. Auf dem Applausbild (halb beim Verneigen) sind zu sehen von links nach rechts: Angelika Stumvoll, Oliver Füglister, Jörg Wiedemann, Ingritt Sachse, Gertraud Wiggli-von Löwenich und die Organisatorin des Abends, Michaela Didyk. Nochmals herzlichen Dank, Michaela!
08. Oktober 2013
Wenn i dra tänke Dass im Verschränke Vo de Liecht-Bändel im Falle Us em Abe es Ufe wird Es neige hii zum Ufer Es Ufschnälle vo de Schnalle Luuter Strich und Fäde Wie Chinderschnädere Aber tüüf une halled Doch no en liebi Stimm Wo liislig seid Es isch nid schlimm S gar nid eso schlimm Dass d chalt hesch Hie usse und im Tänke Do drvoo – vo dr Schnalle Und der Falle – vom Beschränke Ufs verknäuelete Bild vo de Sterne Fallt mer ii dass im Irrgarte Nid s Irre zellt aber s Warte.

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