Artikel mit dem Tag "Nov11"



30. November 2011
Die Zukunft ist ein mechanisches Klavier. Tasten – Immakulat. Potiphars Hand ausgestreckt Nach dem Kleid des Dichters Berührt nicht ihren Lauf, Rasten nur im Schlag, Die Hämmer picken und picken, Die Saiten klirren. Unerspart Rasen die Güterzüge Mit ihrem Lilienstank durchs weite Feld. Geneigten Kopfes, mit der Hand abwehrend im Zögern Hoben wir den Blick von den Papierrollen,- Das Licht, des immer erneuerte, Das Stampfen stammt von den Böcken. Die Herde trampelt panisch übers Feld....
29. November 2011
Habe mich gestern in eine meiner liebsten Formen "gerettet", ins Rondeau / Rondo. Es bietet ähnlich wie der Haiku einen kurzen und konzisen Rahmen für eine möglichst kurze und konzise Aussage. Und ich finde mich einfach nicht zurecht mit dem freien Vers, mir gelingt die Strukturgebung noch nicht im freien Vers - er ist mir, wörtlich, zu frei. Also, das Gedicht findet sich in den "Neuesten Gedichten". Gute Lektüre.
28. November 2011
Lass uns über das Wetter reden. Es betrifft uns. Betriffst du mich? Betreff ich dich? Erfüllt von der Leere, Aus der alles kam, Aus der alles kommt, Die Wärme geht in das Papier, die Tinte, Es zischt. Voll ist mein Denken, Reden Von einem Damals, dem ich entstamme, Das ein anderes als dein Damals ist, Obwohl sie beide sich gleichen – Oder sind sie sich ähnlich? Vielleicht ist es so, dass sie sich gleichen, Weil sie im Sich-gleichen verschieden sind... (Lautes Lachen allerseits.) Ich bin...
27. November 2011
Kramladen-Welt. Die Binsen Die wir beissen – Bissen wie Schnäbel, - Die viel in Abendsonne – ein Infarkt, - Planen und Aufrichten. Niemand Besänftigt die Wundmale, die von Einmaligkeiten beigebracht: Ypern-Pompei, My Lai-Angkor Wat, Palmblätter nicken. Es lächeln die Schweizer Hände Grimmig und ausdauernd. Pilze überall, Coke und V2. (Ein Abort, zerschmettert.) Jemand lacht, die Klingel geht erneut. Das Schilfrohr wippt, Frösche röhren. In Genf flattern die Tücher der Betuchten....
25. November 2011
Liebe stirbt wie ein Korn. Baumlos die Ebene, nur Gras. Wächst dort, wo der Finger der Gelassenheit Hindeutete, Dort, wo der Gleichmut schon zu säen beginnt, Wächst dort, was dauernder mich bände an dich, Der Hass? Das Wort erduldet, das Wort. Ebene ohne Hindernis, Auf der mein Samen fallen wird, Ob Wind oder Flaut’ – Taubheit im Herz, Lindheit auf Zung, Werd ich wachsend stehen, Obelisk Verwandt mit Pyrrhus, Und die Reime mit Frauenbeinen Machen einen Triumphbogen um mich. (Basel,...
24. November 2011
Endlich habe ich auch das Büchlein mit den Sätzen des Twitter-Romans ausgegraben und die Story bis zum Satz No. 139 vervollständigt. Mehr auf ofueglister!
24. November 2011
Gestern nacht haben sich meine beiden besten Freunde Zufälligerweise im Zug getroffen. Der eine hatte mich besucht Der andere kam von der Arbeit. Die beiden Freunde werden auch von mir gesprochen haben... Was habe ich dem einen Mitgegeben von mir Das er aufgenommen hätte - ich rede nicht vom Verstehen, obwohl..., - Das er widergeben könnte? Gleichzeitig las ich einen Haiku von Meister Basho Der die Freundschaft zelebriert. Tränen kamen mir in die Augen. Was bezwecke ich mit meinen Wörtern...
23. November 2011
Besetzt mit grünen Warzen Die schadhaften Segel des Parks. Kälte kämmt den Teppich des Laubs. Welt ohne Berge, ohne streichenden Gänseflaum des Nebels, hüllend Was zu bergen sich lohnte. Trinken! Wasserlassen. Weiterhinken. Wo sind die gelben Wasser, erfüllend Letzte Kälte mit erster Farbe? Die eichenden Tage gekommen, und keines Staubs Lehre kann dich mehr halten, Quark- Himmel, umgitterter – jetzt saufen selbst Parzen! Dschunken-betrunken – der Wind fleddert mein Kleid, Raschelt,...
17. November 2011
Dank Krippe heute morgen geschrieben, also nicht nur ab 21h00 wie gewöhnlich (oder auf den Spielplätzen oder beim Kochen), und 3 Gedichte geschrieben - alle ein Wegzeichen mehr für ein poetisches Weiter, das ich endlich realisieren kann. Hier der Link auf 2 davon - die Viertelstundgedichte sind neu hier zusammengefasst.
17. November 2011
Die Hand, in der die Feder ruht, Wie ein Pflugbaum. Die Feder – Difformität , mit der Verwandlung entsteht: Manifest einer Manie, Das aufzählt nicht nur Verschiedenheit, Das, bestreut vom Staub der Zeit, Aus dem die Wort gehoben, aufzählt Die wenigen Dinge. Ich warte. Die Asche des Feuers noch warm. Die Spur des Pfluges vergeht schon. Das Stampfen der Eumeniden nähert sich. Verborgen der sechste Finger.

Mehr anzeigen