Artikel mit dem Tag "März15"



02. April 2015
Fast nichts wird. Alles verbrennt im Nahleben. Üben die Tauben in ihrem Ruf Etwa Nachsicht? Die Störche In ihrem Klappern etwa Ungeduld? Frage nicht Was deine Hand für dich tun kann Sondern du für sie zu tun bereit bist! Die Verfassung garantiert Die Unverletzlichkeit der Fährten. Wer streicht denn nicht Umher mit aufgesetztem Nachtsichtgerät un verkohltem Gesicht Auf der Suche nach dem letzten Wilden? Auf den Höhen die Wimpel der Freudenfeuer Wie die Augen einer Armee von Spinnen —...
01. April 2015
Unter meiner Zunge haust ein Ameisenhaufen. Meine Gedanken flippern — flippen. Unter meinen Nägeln rasen die Sekunden Rasen wie kreischende Kreiden. Unter unter unter. Gibt es denn kein Halten mehr? Gibt es nur noch diesen Stoff Der immer spröder wird Vom andauernden Befingern? Die Stimmen der Menschen — Gabelstapler des Nichts. Meine eigene Seele eine leere Palette. Und in meinem Herzen So sagt man doch nicht wahr? Dort rauft sich Iwanuschka die Haare! Meine Seele ist ganz dünn Vom...
31. März 2015
Lubrifikation des Gespürs: Eine Art Kaffeesatz der Vorahnkerung. Gewiss gibt es die Durchdringung der Enge… Ebenso sicher ist auch Die Bezwingung des Leichtmuts. Bin ich der Leichtmatrose der Antizipation Als der ich selbst den Hecken erscheinen werde? Den von Spatzen geenterten Hecken… Nichts geht über die Süffigkeit einer Erkenntnis Die auf der Vorstufe zur Einsicht inne hält! Seht die Berberitze! Ihre Dornen Scharniere aus Sommervögeln! Der Wind striegelt mein Haar Wie ich meine...
30. März 2015
Die Salatblätter sind angebissen. Die Probabilitäten haben die Probe Wahrscheinlich Bestanden. Niemand weiss es noch genau. Es herrscht der Kwasstrinker. Das Gefährt der Briganten steht leuchtend am Zaun. Die Randenfäuste rollen Wie Granaten Vor der einen Grossmutterhand in die andere Grossmutterhand. Zum Teufel damit! Die Gefässe der Sprache Halten dem Druck gerade noch stand. Der Kwasstrinker fährt sich übern Schnauz Und kotzt 100 Kilometer in die Runde. In den Ballungszentren...
29. März 2015
Hier ist der Brunnen. Trocken wie mein Rachen. Schwarz umrandet Wie meine Lippen Nach dieser Nacht Nach diesem Wein. Bedenke die Steine! Denke an sie! Höre sie Rumpeln wie Regimenter Deren Marsch lange erschallt Bevor sie die Strassen des Städtchens fluten. Keine List hilft mehr. Ich stehe da vor dem Loch Wie die Rösser der Hochzeitskutsche Die ihre Milchtränen weinen Am Fusse der Hochtreppe. Und das Lachhafte — Hast du es in deiner Scham Auch bedacht? Die Sachen Öffnen keine Welten dir...
28. März 2015
Das ist nur Lack Der im Licht spröde wird Und in Haarrissen aufplatzt Wie unter leichtem Druck eine reife Frucht. * Ich sehe sie wohl Die zweite Natur. Helligkeit ist ein Gut Wie Lärm. Lauter geht nicht. Was ist lauter? Niemand will es sehen Das Euter der ersten Natur Wie eine Zwiebelknolle. Wie eine Zwiebelknolle gekrallt in Staub De erste Natur. Weiss im Licht. Arthritische Klaue Mit einem Wort. Mit einem Wort Das wie eine Münze ist. Ich sehe sie wohl. Das grosse Spiel beginnt. Das grosse...
26. März 2015
Alle reden durcheinander. Das Imperium lächelt. Die Strassen führen zum Weg. Jeder für sich. Das Leiden singt und spricht nicht. Könnt ihr nicht eine Stunde wachen? Der Tag ist eine Nacht. Jeder für sich. Die Boote sind immer überfüllt. Das Imperium lächelt. Der Weg ist Heimat. Jeder für sich. Die Seele ist eine Kruste von Salz. Könnt ihr nicht eine Stunde wachen? Traumverwurzelte Türen ihr! Jeder für sich. Wer weiss wohin sich wenden? Das Imperium lächelt. Alle sagen das gleiche....
25. März 2015
Sie werden sterben. Ein Kegel Brennenden Blütenstaubs auf dem Ei des Auges. Ihr werdet sterben. Ein Veilchen Aufgesprungen aus gleichgültigem Laub. Wir werden sterben. Ein Land Verborgen in den Schellen der Narr-Zissen. Es wird sterben. Ein Schnabel Rasender Genugtuung im Storchensinn. Sie wird sterben. Ein Saumtier Störrischer Erfüllung im Fell der Kätzchen. Er wird sterben. Ein Pfand Kostenloser Vergeudung und Vergütung in jeder Faust. Du wirst sterben. Eine Nase Gestochen scharf in den...
24. März 2015
Die Tage krümmen sich Unter dem Druck des Lichts. Der Himmel saugt alles an. Gotttverdammter Staubsauger. Einer singt vom Eisberg Und es ist ein Liebeslied. Der Trottel! Eisberge schmelzen. Regen ist Liebe. Die Himmelsschnauze saugt. Die Krähen sind lieb. Sie passen weder Gefieder noch Lieder an. Die Beine der Mädchen — Leimstifte Die Oberarme der Jungen — schlecht gerupfte Pouletflügel. Die Tage krümmen sich Und gehen in den Parks in Knie- und Rumpfbeugen. Der Himmel hat alles...
23. März 2015
Alles geht seinen Lauf: Die Knospen knospen Der Abfall verfällt Die Kinder werden Die Bäumen treiben (Das Gras übrigens auch) Die Reichen sparen jeden Rappen Die Armen vergeuden jeden Rappen Und währenddessen Werde ich auch Zu einer Redensart Zu einem polierten Metallspiegel. Denn das Gras und das Haar wächst Ohne ein Dazutun. Die Unruhe — Die Ungenüge ist unser. Jeder für sich. So ist es. Die Kanarienvögel sitzen hoch oben auf ihrer Schaukel fiepen — Alarmierend ist das nicht....

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