Artikel mit dem Tag "Kinder"



14. April 2016
Gleichzeitig und im gleichen Raum Erreichbar wie die Miene im Spiegel Geschlossen wie ein Blick durchs Fenster Mit Worten aus meinem Maul Ein schabender Schatten im Gesicht Ernährt von dem genauen Traum Unscharf wie an Türen die Riegel Entrissen dem geglückten Monster Und eigen wie damals Saul Wie rasende Matten unterm Schritt
30. November 2015
Kataklistiere Prästieren die gereizten Und anhänglichen Über-Beuten: Schartenwetzende Partner Parken in unseren Bäuchen. Und die Schwänze Katapostrophiert Schälen sich unpartnerschaftlich Aus ihren Gehäusen Und fallen in den Schoss Der atrophierten Katastrophen. In den Beuteln Im Geschmack wie Myrrhe und In der Farbe goldig funkelt Ungemach: Die ungestüme Widerwelt der Schöpfung Mit ihren aufgebockten Tarifverhandlungen: Die Muskeln spielen Minimalereien — Die Rotznasen Können nicht...
07. Oktober 2015
Tritt heran Kind Hundetriefend Schon ohne Lächeln Mit deinen Höhlen Wie ein Bergsee Komm heran Unwachsend Kind und halte dich gerade An den Blumen Grün und wehend in langsamem Tränenhaften Auftrieb Mit der ganzen Fläche Aus in weiss übergehendem Grau Noch zurückgelehnt An die Salzmauer des Herzens Steig heran Kind Mit deinem Hecheln Das überkreuz liegt Mit einem gekrallten Flug Die schwarzen Flecken deiner Augen Wie Lampenschirme Überm Gebirge aus Butterblumen Schüttle ab Kind Den...
26. August 2015
Verdrehte Augen Verrissene Mäuler… Mühelos entstehen Figuren aus Gelenken Die wie befreit von Schwerkraft Gehorsam dem Willen. Totentanz der Lebenden: Der Jüngsten. Fasnacht der Spiegel: Aufgerissen wie ein Auge In dem eine Wimper oder ein Splitter — Verkehrte Namen im Mund. Lineal wird zum Herz Und umgekehrt. Die Menge gafft. Ein Unfall — Schwamm drüber. Eine Wunde — steriles Schwarz. Ausser Augen & Maul & Gelenken Niemand beteiligt. Ohne Pilatus Geht das nicht. Einige...
22. August 2015
Beim Brunnen Geheul & Gestammel. Was? Wie bitte? Nicht verstehen. Mein Sohn steht im Sommerkleid und wartet Auf ein Wort. Sein Haar leuchtet im Frühsommerabend. Er kommt zurück und nimmt meine Hand. Wir stehen am Brunnen und blicken in die Höhe des Strahls. Die alten Häuser sprechen ihre Sprach mit den Fenstern Über den Platz hinweg: Rostrot zu Milchschwarz. Hier kann man nicht einmal Tauben jagen: Ein Kind beisst ins Kies und die Tauben gurren Ironisch französisch und fremdlich. Mein...
21. August 2015
Das Wimmeln muss gebrochen werden. Mag es auch Ordnung & Richtung haben Es bleibt ein Wimmeln: ein hilfloses Geflock Aus Licht & Spatzen Blüten & Glatzen. Diesem Wimmeln zu widerstehen hat oberste Priorität! Mag es auch ungewiss sein was dahinter Floriert und faunisch tanzt: Leichtigkeit Ist unerträglich: ihre Gestalt ist Zaun für Blicke — Es rumort doch dort! Es rumort und donnert Wie von Schlagwerk und Keule. Die Zähne schmerzen davon. Unsere Kinder blicken hindurch uns an....
20. August 2015
Rede nur du! Und kämme Das Kies & die reizenden Duftbüsche! Partikel um Partikel surren auf Ein C und ein Q und eine 42… Mal um Mal. Nerven wollen gestimmt sein. Die Stimme des Mädchens an deiner Seite Die Stimme deiner Mutter. Der Gärtner Grüsst wie beim ersten Mal. Der Strauch Hat so viele riechende Hände! Er muss auch gar nichts begreifen! Das Kind Kreischt und vergräbt seinen Schopf In seinem Schoss. Reche du nur und kämme Die noch grüne Luft mit deinen Augen und die Federn...
19. August 2015
Bald schwingt aus das Rad Über der seichten Breite für die Piraten! Beilschwingend bringt der Herbst uns Den Skalp des Tages: das Hundehaar des Sommers. Gekälber vorbei. Die Milch des Nebels schiesst ein In die Schützengräben & Heldentaten: Wer sich jetzt nicht wiederholt hat Wird es nimmer tun. Alles Stampfen Gehört der Witwe Douglas: Bücher in Stuben Fliehendes Kinn und näselnde Kimmen. Die Suppe wird heiss gegessen. Die Knie werden verschränkt. Der leichte Abstrich schlägt...
17. August 2015
Ich lumpe mich nicht — Leicht schleppt sich und Stummer als ein Ding (Zertretener Käfer & Schneckenfleisch) Das Wenig an Übermut Das bleibt von der letzten Liebe (Und bis zur nächsten: auch sie die letzte) Rüber (über die Stiegen Deren vierte Steinplatte in Form einer Ziffer zersprungen) Zum Hals der verwirr-tterten Hütte In dem dumpf und heiss wie Topflappen Die Gesichter meiner Kinder Bürgerrecht geniessen Und ihre Hände an meiner Kehle riechen nach Gummi Als hätten sie...
11. August 2015
Nur dies: der ruckartige Säuglingsschrei Haken in der Kehle Der mit jedem Atemzug tiefer sitzt Bis zum Reissen des Fleisches. Der Mund voller Salz und Blut. Mitten auf der Strasse anhalten und Springen wie ein Merlin: Zauberei Atemlose Wund- & Wundertat des Mutterarms… Und weiter rufen im Rettungsboot… Zitternd über den Wellen der Drohung… Niemand zieht mehr. Nur der Schrei: Herausgehechtet wie die Zunge aus dem Bermudadreieck (Drang Ding Trug). Aufhören! Alles versinkt und die...

Mehr anzeigen