Artikel mit dem Tag "Jun15"



30. Juni 2015
Da hilft nichts. Kümmerlichstes Lebt noch in Spinnweb Gespannt in der Kammer. Selbst die letzten Worte Spanner für den Seelenschuh Zerreiben ein Ja Das du mir gegeben Einen Dank den du mir Überlassen in Gipsflocken. Und der Denar Den ich für die letzten Stunden des Tages erhielt Kränkt mich mehr als Alle Freiheit Die er mir schenkte. Die besorgte Ödnis Haben wir entsorgt In den zwei drei Stufen Hinauf zur Demut… Bis zur Verkrümmung Bis zur Verdrehung Sind wir bereit… Aber nicht zur...
26. Juni 2015
Ich sehe einen Bettler Gekleidet als Funktionär. Habe ich noch nicht alle Formulare ausgefüllt? Dein Köfferchen ist prall… Nicht mehr von Flaschen billigen Fusels Der uns wärmte auf der Flucht… In deinem Köfferchen raschelt es wie von Zeitungen! Als könnte das Marktgeschrei Das dich umgibt wie Opferrauch Die Gesten der Bescheidenheit Die du perfekt geübt Das Neigen über Bücher der Abbitte Die du selbst nicht geschrieben Mehr bewirken als Mein Ausspucken… Du bringst mir noch ein...
24. Juni 2015
Und plötzlich fliesst es. Das ist dunkle Milch Die nach Erde schmeckt Und nach Stein. Ein Schluck Öl. Die Brust öffnet sich Weit wie eine Wunde Ungeschlagen & ungeschöpft. Halme spriessen und kitzeln in der Kehle. Das Schlucken Ungelernt Ist noch kein Gurgeln. Das kommt hoch. Das kommt noch: Nur Geduld. Erst mal Sich die Lippen lecken Als hätte man sie verbissen — Die Zunge stösst hervor Wie die Dornen im Wind. Es fliesst. Dämmergelb. Doch auch Schlamm leuchtet auf in sich: All das...
23. Juni 2015
Sich bücken An einer Haltestelle Im Wind der Partikel aus Linde und Russ… Auf die gelbe Saat der Zähne stossen Hinterm Ledergurt der Lippen Die tränenden Augen Auslöschen mit Speichel… Zunge & Schnittstelle An der Haltestelle… Den Saft schlürfen Der die Verdauung fördert Lau & schal Orange & milchig… Sich bücken An einer Haltestelle Hinein und hinunter schlüpfen Und das erstickte Summen der Stimmbänder Spüren wie die Motoren im Leerlauf Und das Zischen der Türen...
20. Juni 2015
Die Glätte steigt auf In der Dämmerung & in der Kehle Gesellt sich der Laut der Furcht Zu der Frucht des Starrens: Auf dem Boden des ausgeschlagenen Fasses Die Sporen von Tannin & Gewissensbissen — Am Buchenstamm die fleischigen Flügel der Pilze und Im Briefkasten die Mahnungen. Das gebliebene Licht Füllt wie Hefe die Ritzen der Sicht. Der Trompeter spitzt die Lippen am Glas. Die Apfelhälften auf den flachen Händen Für all die grauen Pferde! Behände gleiten die Wolken Wie...
18. Juni 2015
Tiefer noch: Wurf um Wurf Schlag auf Schlag Getrieben & gefallen Wach & wacher noch Gefangen fast im Dösen — Bindet dich die Schlangenlinie Gleich dem wedelnden Halm In leichte Kehren. Alles dreht sich: Nerv- Kanäle öffnen sich der Milch Der Lüge die Krusten auswäscht Von kindischen Beutezügen. Tag für Tag — Name für Name Kräuselt sich die Oberfläche der Dämmerung Überm Land deiner Kindheit Dem Land der Glatzen. Alle Am Tropf der Blüte: raus! Leitern lehnt ich an die...
17. Juni 2015
Die Warze wölbt ihre Lippen Gespitzt dem Azur entgegen. Die Erde reisst in Waben auf. Fährten tun nichts dazu. Auch die Lautsprecher nicht Und die Schöngesichter. An der Tränke Hat niemand Grund zum Dunkeln. Regelrecht schütter Sind die Pläne Geworden vom Sog der Grünen Wiese auf der Eine einzelne Elster Das Hüpfen lernt. Blank neigt sich Die Brust des Mundes Dem Raub der Zeit Entgegen. Schergen Tragen Namen wie Reissverschlüsse. Auch das ist nur Nebenbei. Die vorbei Gingen sahen nicht...
16. Juni 2015
Wie sehne ich mich nach Vergebung & Frieden! Nichts kann begonnen werden ohne diese. Als legte sich Freundschaftlich & bieder Eine Hand auf meine Schulter Mich immer wieder An den zu erinnern Der ich bin und nicht an den Der ich sein könnte. Ich stehe im Glanz der Empfänge Und liege im Fettdampf der Gelage Wie ein abgebissener Finger Wei eine Warze mitten im Gesicht… Niemand sieht Was mich am Kragen hält. Und trete ich zu ihr hin Wird die Krawatte Zur steinernen Natter am Hals Und...
15. Juni 2015
Da kommt der Traumherr! Er trägt ein schönes Gewand. Ich sehe sein Gesicht Doch ist es wie abgewandt. Er kommt erneut zu besprechen Mich im Exil. Will seine andere Zunge nutzen Die mich leckte Überall als ich tötete Im Nacken leckte wie Heisser Windhauch am Abend… Am Abend ja… Bevor die Steine der Mauer ausgekühlt… Er hat geträumt Das kann ich sehen An seinen glanzlosen Augen An seinen rosaroten Backen An seinen sicheren Schritten Und werde es hören In seiner unaufgelösten...
13. Juni 2015
Oh die Dinge sind nicht so Wie sie gewachsen sind! Die kringelnden Taten und Die rennenden Raten Vertiefen weder die Stille Noch die Ohnmacht. Wer klemmt sich dahinter? Wer ergreift die Bücher und des einen Oder anderen Backe Hinter denen die Fettpolster Speicherten die Zinseszinsen der zögernden Zahlenreihen — Auf dass abgeschält Die eine Backe Der tatenlosen Unzahl Die andere Backe Den ungezählten Mussestunden Zufallen wie der Pelz einer Hindin? Doch die Dinge Die wachsen und doch Nicht...

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