Artikel mit dem Tag "Jul15"



31. Juli 2015
Herr ich baue keinen Turm Denn ich kann & will nicht rechnen. Und ich scheu nicht deinen Rechen. Herr ich brauche keinen Turm Und ich werde gerne blechen. Herr ich baue keinen Turm Denn ich kann & will nicht rechnen. (eine Antwort auf Lukas, 14, 28f.)
30. Juli 2015
Die Kinder werden gut Wenn ich sie halte Ihre blonden Köpfchen zwischen meinen Brüsten. Auch für ihn sind sie kein Gut: Der kleinste unteilbare Gemeinsame Nenner: Und doch zählt er wie ich Die Dinge an ihnen Die sein sind und Will sie häufen höher als die Dinge Die mein sind an ihnen. Er nimmt ihnen Was er kann — Wie er mir getan. Er gibt ihnen das Was ich nicht geben kann — Wie er mich gefangen. Die Kinder kommen von ihm Ausgewechselt und fremd Seine Augen glänzen in ihnen Seine...
29. Juli 2015
Der Regen fällt. Ernüchterung. Änderung ist anders. Tatsache. Es geschehen Fakten: Das Grün ist auf dem Weg zur Morbidität. Die Spatzen scharen sich in Hecken zusammen. Keiner schlägt mehr Kreise in den Kreis mit seinen Flügeln Von der Grösse einer Kinderfaust Halb Bad Halb Teller. Nein. Regen fällt und streift Eine weitere Hülle über die Dinge: Darunter die Trunkenheit Die alles potenzierende. Blank und Musikalisch geschieht die Welt Was alle Tage geschieht: Entzug des Tanzes Anflug...
28. Juli 2015
Nicht länger wie ein Spiegel: Zersplitterter Boden. Im Nachenlosen Wurzeln die Strünke. Der Laich des Morgentaus ist nicht mehr Als Salz auf den Stimmbändern der Halme. Die Äste überm Ufer berühren Verdorrte Luft. Eine Schleppe aus Sand Kehrt von den Gleisen Den Schimmer & Glanz. Die Sonne knackt Wespen Wie Kakerlaken auf. Der Boden bricht weiter entzwei Für die Dunkelheit aus der Hitze. Ein einzelner fetter Käfer Kratzt über die Schale des Firmaments Wie die Spitze einer Feder...
21. Juli 2015
Rasch schiesst es ins Blut: Die Senke ist kein Ort Für baumelnde Taten. Über den Wiesen die Schellen! Die Marschrichtung wird flacher: Das Getreide über dem Kopf und Das Weiden im Wald: Rache Wie das Rosenfleisch der Muschel. Lass bleiben das Ungestüm im Zahlenwerk Klappern die Räder aus Zähnen. Rasch schmilzt die Zukunft Auf die Grösse einer Murmel. Jemand muss die Nadeln kennen. Jemand muss die Adern trennen. Jemand muss die Knoten lösen. Jemand muss die Spuren lesen. Rasch spielt es...
20. Juli 2015
Nie nie mehr! Kein Weg wie die Wiege Keine Wiege wie der Trug Kein Trug wie der gebogene Brand! Nie nie mehr! All die Riegen in den Toren der Stadt Blaue Flammen aus der Stierheit und Spiegel Aussteuer der Wohlkommenheit! Nie nie mehr! Entschlüpfen dem Baal Verrücken die Zahl: Pile ou face der Losung der Erwürfelung Die am Knöchel als Lösung uns fasst! Nie nie mehr! Wiegen sich Wege in Stiegenfall Liegen die Lieben in Mahlzahl zuhaus Zu Hass wird die vermiederte Besinnung. Eine Kiste voll...
19. Juli 2015
Meine Gedichte sind Briefe; ursprünglich Liebesbriefe. Oder Tagebucheinträge. Eher selten handelt es sich dabei um Reden, Voziferationen; doch in letzter Zeit häufiger. Sie sind also stumme Zeugen. Dem Blatt und weniger der Zunge verpflichtet. Zuerst. Natürlich wohnt in ihnen der Laut genauso wie in jedem Buchstaben, in jeder Ziffer. Ist er denn auch berechnet, mitgerechnet? Geht mein Gedicht aus dem Laut oder aus dem Blatt hervor; aus dem Wort oder dem Inhalt? Ich beschreite beide Grenzen,...
17. Juli 2015
Die Notorietät murrt nicht mehr Gegen die motorische Haltung der Wortköder. Das wäre geschafft. Konjunktion Aus Sabber & Mutmassung. Die aufgedrückten Preise Die ausschliesslichen Rummel Lassen die Gestalt der Abwertung des Zinsgroschens Hinter sich. Es gibt genug Vieh Für hochgestreckte französische Ziele. Die berühmten Zahlen Scrollen die Jalousien der Läden herunter Wie ein Kommando der Sittenpolizei: In der Matrikelnummer nur Die Ausschliesslichkeitsdaten Der eingeübten...
16. Juli 2015
Adagio geknebelt Unter den Zwiebeln Über den Schamlippen Die einen wie die andern Tausendfach umgebrochen In beckmesserischem Adlibido. Denn dies ist die Zeitenwende In Ungestüm & Tandaradei Aus der einmal dann wahrscheinlich Mit Krügen geschöpft wird bis zu den Wurzeln der Erlen hinunter Was übrig bleibt vom Salat Der vorsichtig hüpfenden Zehen unterm Laken. Ein Adagio aus Schamlippen Und Zwiebeln wie gerufen das Zur Unzeit die Tastaturen durchpflügt Und aus den einen tränt das...
15. Juli 2015
Was immer die Kaleidoskopen halten Versprechen die wuchernden Epikopen Über Epizentren aus bissigem Stein und hissendem Herz. Der Aleator kennt kein Erbarmen Weder mit den Hochstrassen in der Brust der Frauen Noch mit den Katapulten in der Stirn der Männer: Alles ein wilder Ritt durch die Dekorationsgeschichte: Vom Cabanon in den Kanon und zurück Zu Mme de Maintenant! Alles Sorgen sammeln sich unter seinem Fuss Der niederhält die Biederkeit griechischer Backenzähne Und den Mut der...

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