Artikel mit dem Tag "Herbst"



24. November 2016
Bäume werden Menorahs — Das ganze Licht kommt jetzt Durch und durch. Was brannte Verklumpt und erdig liegt es da. Die Zeit nimmt immer mehr ab Auch sie verklumpt Wie der Zucker im klammen Kellerloch. Ein rasender Spott ruht auf dem Land: Die Bräune breitet sich aus Und das Rauschen von salzigem Licht Noch mit Milde aber bald Wie ein Springflut bis ins Hirn Das bereits zum Saugen die Lippen spitzt. Und von den Bäumen hängen Die Sterne wie Früchte und tropfen Ihr altes Licht auf uns Die...
11. November 2015
Ein Schlag in die Hauer In denen verhangen Der gepresste Atem Einer umkränzten Widrigkeit: ein Schritt Zuviel in die richtige Richtung — Eine Laune zu gut für Eine wirklichen Verpflichtung — Ein Schlag in die Hauer Mitten im leuchtenden Dickicht Das sich lichtet und bald Gesperrt sein wird mit Erdkämmen Die mit ihrem braunen „Gut“ den weichenden Himmel Mit seinen bleichen Zähnen Bestreichen in hygienischem Zorn — Ein Schlag in die Hauer Von ungenauer Dauer… Und grunzend erkennst...
09. November 2015
Oh die Borten! Rundherum wie Darm: Selbst jetzt noch Mitten im Geraschel der Schritte Die schlagende Quaste Von dem Zugehängten — Selbst jetzt noch Verfluchte Verhangenheit Im Licht wie Abendhauch. Am Bord meines Raunens Das gluckernd aufsteigt Und verschluckt vom Wort Ungewohnt simpel und auch Ungewollt streng — am Bord Mit breiten Schritten bestiegen Selbst jetzt noch Dieses Hecheln der Treue Dieses Fächeln aus Überzeugung und Überschwang: Braune Borte aus Zerfall. Mann über Bord! Im...
07. September 2015
Der Herbst ist ein breitarschiger Trapezkünstler: spannt seine Filets Hoch in der Stratosphäre und für Schnecken Erreichbar auf wie leichtsinnige Löwenzahnflocken. — Mein Nachbar Ärgert sich über das Wetter im Süden: Als sei das Land selbst Schuld an der Lage. — Der Gang im Morgen wie Waten in Muranoglas. — Der Tau auf den Fussballfeldern: Sternenspucke. — Der Tänzer oben Hustet wie mein Nachbar nachts: Die Sockengesichter im Tramgedonner Verpackt und immun gegen die Heldentat...
08. Mai 2015
Früher fielen die Träume Rumpelnd in mein Hirn. Tag um Tag war’s ein Räumen Aufrichten und umschichten. Scheunen gefüllt Mit dem ersten Staub des Festlands. Nach und nach kam die Stirn Runter in den Falltrichter — Fäule enthüllt In dem ersten Schwung der Schlaghand. Alles zerfiel Rappelnder als Zorn. Nichts war zuviel — Eng um Eng floss in Schäumen Aus ins Land der Lebenden.