Artikel mit dem Tag "Grossgedicht"



01. Dezember 2014
Dieses Haus gibt es nicht wirklich. Das rede ich mir ein Jedes Mal Wenn es an dieser belebten Strasse In meinem Traum steht — Mit seinen eingeworfenen Fenstern Dem blinden Erdgeschoss Dem seitlichen Eingang In der Schlucht eines Ehgrabens… Es steht immer in einem anderen Land In dem ich noch nie war und vermutlich auch nie sein werde Denn es gibt dieses Land nicht wirklich Das nehme ich an Jedes Mal Wenn das Haus an dieser immer anders belebten Strasse In meinem Traum steht — Manchmal ist...
28. November 2014
Er sagte: Alles Ist so friedlich Hier: der grüne Zinken des Sees Die Wölbung der Dünen Wie der Ring der Arena Die roten Föhren Auf den Dünen Wie Gitter für Hyänen… Aber es ist Zornwein Aber es ist Feindesspreu Aber es ist Sodoms Schamhaar Ich erkenne es! Das tue ich! Die Ruhe ist übel! Der Friede ist übel! Die Freude ist übel! Ich höre das Donnern der Streitwagen! Ich sagte: Du Narr! Worauf denn Harrst du! Etwa darauf Dass das Hymen der Morgenmilch an Deinem Gaumen klebte? Etwa...
24. November 2014
Ich stehe auf — Diesen Vulkan will ich Einhegen und einrüsten. Er soll bei mir wohnen. Ich will das Haus für ihn sein. Seine Wolke soll der Strand sein An dem meine Blicke sich brechen. Sein Feuer soll die Sprache sein Aus der meine Wörter zehren. Um ihn werde ich Ein Gerüst errichten. Ich länge meinen Hals Und senke meinen Kopf in mein Herz In den warmen Sand meines Herzens. SELA Um mich her Fliegt die Asche: Schnee der Wut. Ich bin aufgestanden und oben Auf dem Gerüst sehe ich Wie die...
09. Dezember 2013
Verzichten auf eine eigene Idee Die löste mich aus dem Warten auf Einsamkeit Und fiel mit Schwere und Staub in die Scham… Wie bin ich müde und bräuchte die Ruhe! Das Suchen fördert die eigene Kraft Entblösst Geschichten wie Väter die Freiheit. Doch nichts verheisst mir die endliche Freiheit. Gelöste Knoten… Ich Zeuge der Idee! Ich trüge gern einen Glauben in Einsamkeit. Ich züchte hier in dem Kämmerchen Scham. Und wär’ ich Vater schon: hätte ich Ruhe? Verstörte mich denn die...
10. April 2013
Ich bin’s. Ich bin der Herr: niemand benutzt mich anders. Hier in mir ist der Hall: Spiegel in mich geworfen. Neigt die Köpfe ihr andern! Lange wartete ich darauf: Jagte nach einem Hirsch: ohne eigenes Blicken Brach ich krachend durchs Holz. Windab gerannt durch Dornen. Stille plötzlich und Schillern. Ohren-zuckend den Hals gewandt. Weiter! Weiter in Hast! Weitab schon lang die Freunde. Spiegel lockt vor mir her! Ich bin es! Ich bin Fänger! Niemand kann mir entkommen! Fast schon nahe genug...