Artikel mit dem Tag "Glauben"



15. April 2016
Die Schulterblätter sind noch nass Die Wangen eben noch trocken Brennen von lauer Flut. Ich kehre mich nicht dran. Nicht um. Schnappend geht der Mund Und schluckt Staub und Salz. Du füllst meinen Mund — Den ich nicht mehr öffne Nicht mehr öffne denn Die Schwämme meines Rückens Wiegen schwerer — Könnt ich sie nur sehen und auf Händen Tragen! So aber — Von vorn wie hinten In der Traufe eines Tuns Dessen ich wert — Oh ich öffne ja den Mund Will es ja — nur giesse nicht ein...
22. Februar 2016
Kleine Anwandlungen der Gewegtheit. Nur zu spät und ein Bedringen Und ein Knotenwurf in das auge des Betrachters. Ein angebotener Schritt hinein in das Draussen In diesen Menschen da — innerlich Bereits gefesselt wie ein Wegemutiger. Und wandeltest du auch aufrecht über die neuen Planken Oder beschränktest die Augen mit dem bekömmlichen Vagen — Die Ketten klirren unbesehen und unentwegt.
16. Februar 2016
Täglich bleibt vom Vergehenden Ein Teil — ein vergebener Ruf Eine tappende Unterlassung. Dickicht sträubt sich in Ecken Wie ein Besen. Das Umkehren Von Steinen und das Winden Von Seilen und die Kinder Der Müdigkeit — harren aus Im Vergehen wie vollgesogene Kippen. Und in Nächten von dekorativem Gewälze Und ablativem Gezwänge vergeht nicht Vergeht auch nicht der absurrende Kehrvers Aus Händeringen und Lippenschinden. Oh kein Anteil daran haben! Auf eine wissende Weise auf einen Ton...
26. November 2015
Man braucht nicht Gründe Wie die gebogenen Münder der Schönheit. Es gibt keine bessere Ahnung Als die letzte Kürze Wenn an der Wurzel gezogen wird Die Lust heraus aus dem Abfluss. Es braucht nicht Stunden Für die entschlüpfende Lust. Es ist alles Beirut. Die krude Notlose Schädigung bleibt immer der Schrei Des Esels. Und keine Rute. Es gibt Anlässe für Küsse. Es gibt sie. Sie zerren am Fleisch der Ranzen Und suchen die ganzen Fluchten In den wenigen Teilen die noch Bei Ruth: Ein Kanal...
16. August 2015
Herr mein Weg ist deutlich und doch Wär’ er leichter unterm Applaus. Schliesslich weiss ich zahlt’s sich schon aus… Herr mein Weg ist deutlich und doch Bräucht’ ich jetzt ein lohnendes Joch. Einfach sagt sich - Harre ja aus! Herr mein Weg ist deutlich und doch Wär’ er leichter unterm Applaus.
08. Juni 2015
Warte nicht länger — Stürze dich hinab In die Truhe der Sirrenden Wehmut nach dem einen Gut: Dem stampfenden Gerät des Willens. Was für ein Scheppern darin! Es gibt nichts zu wühlen… Alle Dinge sind gleich Wie die Brust der Mutter Vorstossend & passgenau… Doch halt! Zuvor noch das: Diesen Orangenschnitz aus Kirschholz Vor dein Auge gespannt Joch & Bogen in einem Und das Zuckerwasser geleert. Und nun: an die Arbeit! Wühle wühle! Die Truhe ist voller Güter & Schätze Und...
01. Mai 2015
Nicht parat für den Weg — Umgekehrt: Hast du den Weg Bereitet für dich? Die Kunigunden deines Lebens Umstreifen dich mit ihren salzigen Lippen — Die Blusen deiner Mutter rascheln In den Kammern deines Geistes — Du kannst dich nicht fassen Du kannst dich nicht lassen — Ein bisschen Münchhausen und Ein bisschen Hase der zu spät dran ist. Man wird dir gesagt haben Du musst deinen Weg gehen — Man wird dich gebeten haben Du sollest nur auf dich hören — Aber bei Gott: das geht nicht....
16. April 2015
Moment Mal! Ich Bin der Verfolgte. Ich! Verbrenne im weissen Feuer. Ich bin doch nicht Verrückt! Ich zucke hier Am Boden Nackt und doch bin ich Mensch — ich singe nicht Wie der andere weil ich Zögere. Ich zögere Weil ich Sinne habe und Sinne. Nicht auf Macht wie der andere — Auf Güter nicht Auf Güte und Blankes Entsetzen. Ihr Gaffer! Blutsauger! Habt ihr noch nie einen Nackten gesehen? Noch nie Begeisterung verspürt Den dunkeln Atem des schwarzen Feuers Das ihr gelegt habt Unter...
26. März 2015
Alle reden durcheinander. Das Imperium lächelt. Die Strassen führen zum Weg. Jeder für sich. Das Leiden singt und spricht nicht. Könnt ihr nicht eine Stunde wachen? Der Tag ist eine Nacht. Jeder für sich. Die Boote sind immer überfüllt. Das Imperium lächelt. Der Weg ist Heimat. Jeder für sich. Die Seele ist eine Kruste von Salz. Könnt ihr nicht eine Stunde wachen? Traumverwurzelte Türen ihr! Jeder für sich. Wer weiss wohin sich wenden? Das Imperium lächelt. Alle sagen das gleiche....
26. Februar 2015
Es braucht einen Zweig zum Fliegen Es braucht Dornen für Trauben Es braucht Welpen für Geier Es braucht Wut für Wissen Es braucht einen Vogel zum Leben Es braucht einen Busch für Taube Es braucht Dornen fürs Feuer Es braucht einen Kopf für Küsse Es braucht eine Tür zum Klopfen Es braucht Wut für Koben Es braucht Handwerk für Leier Es braucht Böcke für Schüsse.

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