Artikel mit dem Tag "Gedicht"



11. November 2016
es ist soweit und wieder hat die schminke gewonnen -- das lachen tritt aus ecken und die zäune bekommen ihr recht. es ist entschieden: die spatzen schiessen endlich ohne scheu auf kanonen -- es schwärmen aus die schrecken aus den faktenfreizonen und das ist gar nicht schändlich -- aus bleichgesichtern spriessen die gebisse und schonen nicht mehr gewisse hecken -- vom himmel fallen drohnen. die kaine können küssen. grimassen siegen. flossen sind gewachsen an ohren und zungen werden zecken...
01. Mai 2015
Nicht parat für den Weg — Umgekehrt: Hast du den Weg Bereitet für dich? Die Kunigunden deines Lebens Umstreifen dich mit ihren salzigen Lippen — Die Blusen deiner Mutter rascheln In den Kammern deines Geistes — Du kannst dich nicht fassen Du kannst dich nicht lassen — Ein bisschen Münchhausen und Ein bisschen Hase der zu spät dran ist. Man wird dir gesagt haben Du musst deinen Weg gehen — Man wird dich gebeten haben Du sollest nur auf dich hören — Aber bei Gott: das geht nicht....
13. April 2015
Was ausgesprochen wird Dringt wie ein Schatten in die Zellen ein. Drängt sich vor ins Blutlicht. Bevor es zu einem Platzen kommt Beginnt die Verdünnung - scheint’s. Noch ist nichts getan Noch ist gar nichts getan Und das wolkendurchbrochene Licht Vokabular der Verstockung Dingt Und drängelt sich vor. Ich wollte helfen Ich wollte ja schon helfen Aber ich fiel hin Auf dem Teppich der Tatsachen: Auch die in Krumen und Krächen Krämerhaft am Aufstehen Das für Aufsteigen gehalten wird...
02. März 2015
Der bekannte Stamm des Ernstes: Die lächerliche Blüte der Ehrlichkeit. Ich schaue mich um und niemand liebt mich. Im warmen Wind schwanken die Tannen Und schütteln die Vögel aus Die nicht mehr schreien. Der Mut hat mich losgelassen. Wenn ich lächle Gleicht mein Gesicht Einem Strunk. Ich schaue um mich und liebe nicht. Die Verzweigungen in jeder Sekunde! Wie denn kann etwas daraus wachsen! Der aufgeweichte Boden saugt weiter Und die Vögel schreien nicht mehr. Ich aber schreie noch weiter....
21. Februar 2015
Noch bin ich nicht gestorben! Noch gleicht die Farbe der Frauenstrümpfe Nicht ihrer Augenfarbe und noch mischt sich Der Gedanke an ihre Schenkel Nicht mit meinem Hunger. Aber mein Mund wässert und schmeckt Fest in Trauer Freude in Sorge Münz in Wort — Elend ist es nicht zu essen Elender ist es keine Wörter zu haben dafür Noch lebe ich! Ich widme mich Den Tränen für Gezeiten Den Backenzähnen für die Mechanik In der ich rolle Seit dem ersten Schrei — Am Anfang weiss man nicht um...
19. Februar 2015
Spürst du Wie die Zeit schwindet und schmaler wird in dir? Schau nicht zu genau hin Du könntest schwindeln Und keiner deiner Schwindelgedanken Trüge dich mehr hinaus In eine andere Zuflucht In eine andere Zuversicht Denn dies ist Das Bad des Taumelweins. Deine Hoden schrumpfen und werden hart Zu Baumnüssen werde sie in deinem Schritt — Deine Haut wellt sich wie das Sandboden im Wattmeer Zu festen Rillen gewellt wird von der streichelnden Welle… Dein Gaumen ist trocken und deine Zunge...
17. Februar 2015
Was befohlen ist Soll getan werden Was zu tun ist Soll befohlen werden — Keine Abweichung und Keine Abwege Haben einen Ort Auf meinen Karten: Es ist nicht einfach In all der Freundlichkeit und In all dem Anstand Daran fest zu halten — Sowohl an den Höhenlinien Wie auch an den Trümpfen Deren Gesichter euren gleichen Deren Verlau die Klippen bezeichnet Über die ihr bereits taumelt und die Gruben In die ihr gerade tretet — Ich bin Karl: Ich messe zu Was nicht zugemessen ist Ich lasse zu...
02. Februar 2015
Heiss ist es - Schmölze jenes Ohne jenes kalte Berechnende? Alles ist nass - Rächte sich jenes Schmelzende am kalten Berechenbaren? Im Rachen steigt Dampf auf in der Betonblume: Hera dein Auge strahlt. Nichts ist fest - ändere dich! Porqué mi gusta la fiesta Si me gusta la fiesta A mi Herbst ist es - Wie alt sind die Finger Der Pappeln zeigen in den Himmel Ohne Asche und Brand. Gleise gleissen grade. Zaun ist es - Stacheln wie Kreuze Wie Sommervögel Aufgespiesst. Ruhe. Keine...
27. Januar 2015
Fest ist nur der Hals! Die Kompagnons der Erschütterung Mit ihren labilen Lippen Fahre mit den Fingerspitzen An den Spuren entlang Aus Tätowierung und Bandage. Es dreht sich: wie die Räder von Güterzügen Von Ventilatoren und Marsamen Bleibt fest der Zeiger-Finger Fest verankert in einer Richtung In einer unendlich langsamen Bewegung Die unendlich schnell ist und längst Keine mehr ist. Es dreht sich - ja. Und die Mitsinger — Leichthinnige Mitesser (Warzen) an der Sohle des Fortschritts...
26. Januar 2015
Das dringt her bis jetzt. Das Geräusch der Schere Die durch dreckstarren Stoff schneidet. Ist das dein Leben? Wolltest du es so? Es kommt was kommt. Gitter motivieren Bewegung. Herausgerissen oder entzweigerissen? Im Zahnzwischenraum Sitzt ein Fettfaden Wie ein Köder für die Zunge Im Meer des Speichels. Das schmatzende Lächeln der Hyäne: Schwätzt er schon wieder Um sein Leben? Und die Schere kürzt weiter die Hosenbeine! Sicher werden - We-he-her wollte das nicht? Den Hals drehen Und...

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