Artikel mit dem Tag "Frühling"



22. März 2016
Rabenfrohe Rötungen Mit pausierenden Kennungen Spielen in die Traufe hinein Und keine der Grünungen Hält die knospenden Röhren Mehr auf oder offen — Das fernere Jauchzen wird zum Fernerhin-Jauchzen und die Brüderlichen Schranken heben Zugebuttert ihre Ärmlein. Wie Ableitungen in die Krümmung Des grünen Himmels — die Rinnen Verkümmern zu Ritzen und Bis in die Traufen hinein Spült die kräuselnde Welle Von Sand und Bimsstein Die befrackten Rötungen Die roten Rippen der johlenden...
09. März 2016
Mobile Sprecheinheiten räuchern Die letzten Schweigetaschen aus. Die stand-alone-Komplexe besetzen Die Baumkronen. Abgesandte Verschicken sich selbst in Umstände: Begattungen stechen Augen voll Untrauer aus. Sahnehauben schlendern ins Gefecht. Die stabileren Schriftzüge des Morgens Legen sich über die Fernwärmeleitungsgruben Und du der du brustlos deine Absonderungen Ausschickst mit allem ausgerüstet Nur nicht mit dem binären Code Für die Erkennung von Souffleuren Oder anderen...
23. Februar 2016
Reiz und Reibung — Kräuselt sich nicht Im Kabriolett des Weins Ein sirachender Früchtling? Doch — wessen Atem? Aus der Dolle springt die Welt Ach die gehegte Welt unter Tröpfchen — Zusätzlicher Wirklichkeitsverlust Oder zunehmende Laugenopfer? Doch — wessen Wäsche? Ist das Kielwasser schon warm genug? Glüht der Schlitten über den Rist hinweg Anders als die Hand in meinem Schritt? Eine abgedeckte trunkene Traufe… Doch — wessen Taufe?
20. April 2015
Grützenhafte Götzen der Jahreszeit in Bermudas. Die samenlosen Koffern der Postboten und Die namenlosen Stoffe des Ostgoten- Frühlings: in schlarpenden Tönen Verschluckt er die Os als As und Hält kurz schwer wie eine Hummel Inne und dreht sich auf die andere Seite In seinem vollen Bett Einen Wind lassend Von der Stärke einer Legofigur. Die Bostichmenschen in ihrer Tigerei Noch vor der Käfigung Kippen Kaffee In hostilen Kränzchen der Enge Und zupfen ihre Töchter an Schwänzen Und...
19. April 2015
Ich sehe die Bäume in ihrem unversehrten Grün stehen. Ich sehe die Büsche ihre Blüten wie Wimpern abwerfen. Ich sehe die Hummeln die Narzissen beschweren. Ich sehe die Streben der Gräser die Luft halten. Anders Will ich wie einen neuen Namen. Anders Das Gewohnte Anders Die Lieben Anders Die Arbeit Anders Die Morgen Anders Die Geständnisse Anders Die Verständnisse. Alles tut. Die Welt — ein Mississippidampfer. Schaumschlägerei. Radschlägerei. Reederei. Alles kehrt sich um Um da zu...
15. April 2015
Vestalisches Grün Eingewachsen In die Spalten: Hier die Säuglinge Ausgewallt Dort die Dementen Schaler Schampus schon. Ruhe jetzt! Schreit nicht! Wer tritt Ist noch nicht bestimmt und verstanden. Getreten wird nicht von euch! Das Gras spriesst wie Zähne. Lebend begraben sind wir Humus. Die Umarmung im Staub und Lehm Bevor die Platten Mit rollendem Donnern Über euch verschlossen werden Schon mehr als Umarmung. Ihre Haut schlägt Bläschen Dir entgegen — deine Erschlaffung Versteht immer...
09. April 2015
Vor Blüten kann niemand sich hüten: Weder vorm Funkenstern der Forsythien Ungestüm wie das Platzen eines Tropfens Noch vor den Fäusten der Mahonien Den Eicheln des April Platzwunden vorm Urknall — Freaks allesamt. Dann kommt das Grün Mit seinem Scheitel… Und es dauert. Es dauere dich nicht Deine Farblosigkeit In diesem April Mzungu. Du bist mehr als grün. Du bist Die Blüte die bleibt In all dem Grün das bleibt. Du bist der Freak Der noch leuchtet Wenn all die Blütenaugäpfel...
06. April 2015
Da liegt er. Die Krähenfüsse zucken vor Anstrengung Und sprechen eine beredte Sprache. Liegt er schon lange so? Noch nicht allzu lange… Tut er nur so? Öffne seinen Mund und du wirst Das Stadium sehen In dem er den Wettlauf verloren hat. Ist er seinen Anstrengungen erlegen? Das glaube ich nicht Immerhin ist er auch noch da Und die Brauen zittern: Sie sind seine Köder Und öffnet er seine Augen Ist es für eine Flucht zu spät. Flieht er uns so? Er ist uns auf jeden Fall voraus Oder gar...
04. April 2015
Die Stadt zu meinen Füssen Gehüllt in Nebel und Gischt Wie eine Schachtel Konfekt. Die Stirne schmerzt vom Nachdenken — Das Herz vom Versuch des Fühlens. Die Blasen an meinen Füssen Ein Dutzend Ballons Und ich schwebe kopfüber Über die Stadt Getragen vom Unheil — Ich werde nie mehr naschen Versprochen. Ich werde nie mehr Dulden: nie mehr schwören. Ich bin doch nur ein Mädchen Das vor seinem Jungen steht Und ihn anbettelt er solle sie bitte Lieben. — Ach, Pandora! In dir hat mein...
02. April 2015
Fast nichts wird. Alles verbrennt im Nahleben. Üben die Tauben in ihrem Ruf Etwa Nachsicht? Die Störche In ihrem Klappern etwa Ungeduld? Frage nicht Was deine Hand für dich tun kann Sondern du für sie zu tun bereit bist! Die Verfassung garantiert Die Unverletzlichkeit der Fährten. Wer streicht denn nicht Umher mit aufgesetztem Nachtsichtgerät un verkohltem Gesicht Auf der Suche nach dem letzten Wilden? Auf den Höhen die Wimpel der Freudenfeuer Wie die Augen einer Armee von Spinnen —...

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