Artikel mit dem Tag "Feb14"



26. Februar 2014
Du sollst nichts wollen. Du bist wie Knollen Die lang erwarten Im Dreck die Feuchte Das Licht. Verkralle Dich nicht im Harten. Ein Netz von Heute - Du sollst nichts sagen. Du bist ein Schragen Auf dem der Zorn Die Zweifel begattet Von Pilzen. Dorn- Geweih der Brunft - Als ob du’s bräuchtest! Du sollst nicht säumen. Du sollst nicht bäumen Auf gegen Mond - Du fällst als Falte Ins Beet der Fron: Es keimt das Korn Wo sprang Vernunft.
25. Februar 2014
Die Passanten sprechen Erkundigungen Rückfragen Status- und Lagemeldungen In ihre willigen Telefone - Willig wie meine Hefte. Ich gehe wie ein Kran Der nachts das Baumaterial In einer Kiste oder Mulde Über Baugräben und Rohbauten schwenkt. Die Passanten treideln Ihren Tag und ihre Zeitnot Der Dämmerung entlang: Ein Gang von Resultaten. Geduld wächst in mir Durch lose Ziele und blinde Motivation. Irre Ist nicht ein Wort für Langmut. Die Pfadoffenheit der Passanten Ist auch nicht sichtbar....
24. Februar 2014
Ein Hausmann braucht die gleichen Qualitäten wie ein Dichter. Er braucht Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit, das richtige Mass an Unbekümmert- oder gar Sorglosigkeit. Er darf seine Wärme und Empathie nicht verlieren, obwohl seiner Arbeit kaum Anerkennung zuteil wird. Vor allem aber übt er sich täglich, stündlich in Geduld. Ja, die Geduld ist der wahre Mut des Dichters und Hausmanns: keine Qualität wird so stark und wesentlich zu einer Kompetenz in seinem Arbeitsalltag wie diese. Sie ist...
23. Februar 2014
Am Anfang des Schreibens ist das Unwahrscheinliche wahrscheinlich; am Ende ist das Wahrscheinliche unwahrscheinlich geworden. Je unwahrscheinlicher die Welt, in der man lebt, desto wahrscheinlicher der Text; je wahrscheinlicher die Welt, in der man lebt, desto unwahrscheinlicher der Text. Märchen sind in einer wahrscheinlichen Welt für Kinder; in einer Welt voller Unwahrscheinlichkeiten sind sie für Erwachsene. Geschichten von Kindern sind immer voller plötzlicher und unmöglicher...
20. Februar 2014
Meistersonett 13 IN DEM WARTEN AUF EDEN Was auch immer ich tue Bin ich Gründer von Weden Die wie Perlen der Ruhe - Und ich träume als könnte Dein Geschlecht mich vermummen Und das mir noch Vergönnte Mich (dich befruchtend) verstummen Lassen. Tut nichts zur Sache… Wie ein glückliches Tier Wie ein Hamster die Runde Niemals schliesst halt ich Wache An der offenen Tür - Es beginnt in der Stunde. Meistersonett 14 ES BEGINNT IN DER STUNDE In der Chären in Kunde Übergeht: wenn im Bunde Mit...
17. Februar 2014
ALL DIE SCHÄDEN… VERRÜCKT! Und ich spreche nichts aus Rein gar nichts: verunglückt Ist das Wort von dem aus Ich zu dir balanciere Schon bevor ich es rufe: Ausgerutscht auf der Schmiere Und zertreten von Hufen… Mit der Wucht eines Sturms Der ganz ohne Ziel - Was für Stürze und Schäden! Jeder Fall von dem Turm Ist der Rede zu viel In dem Warten auf Eden.
17. Februar 2014
AUS DER OFFENEN WUNDE Quäken Neins wie die Enten Und verzerren im Bunde Mit den Füchsen als kennten Sie den Ausgang vorm Ende Die Visagen der Frauen Zu dem Lächeln das wendet Das Gewissen zum Pfauen: In dem Keckern erleben Wir ein Eden wir Männer… Mit den buschigen Schwänzen Ist die Stirn zu umweben Wie mit Lorbeer. Als Kenner Werden wir uns bekränzen!
16. Februar 2014
Ein gefundenes Gedicht Wie man an einem Computer sitzt Wie man lächelt Wie man Kompromisse bildet Wie man Blutspuren aus Kleidern wäscht Wie man das Lernen über Dinge liebt Wie man den Leuten das Beibehalten Ihres Mädchennamens erklärt Wie man nach Bolivien telefoniert Wie man an Gott glaubt Wie man eine Hochzeitsrede hält Wie man ohne Kochen überlebt Wie man es das ganze Jahr in Appenzell Innerhoden aushält Wie man Austrocknung behandelt Wie man schwarze Augenringe wegmacht Wie man die...

Mehr anzeigen