Artikel mit dem Tag "Dez11"



23. Dezember 2011
Nachdenken Über die Berechtigung Meiner Wörter Über die Beständigkeit Meiner Sätze Über die Transposition Meines Denkens (Vielleicht auch meines Fühlens Wobei ich mir dessen nicht sicher sein kann Seiner ungerechtfertigten Unbeständigkeit wegen). Unsere Hände Paraphrasiere ich Drehen auch An den Transmissionsriemen Der Wirklichkeit – Doch wie mit unseren Aussagen? Kann es denn gelingen Sie als Taten wirken zu lassen Sie im Sinne einer Transfusion Rein und ehrlich und spielerisch Zu...
22. Dezember 2011
Essenzen. Gelbe Jacke. Am Bord züngelt Verkrustet von Gülle Unkraut. Die Stiele schwanken In den Böen. Schmatzender Weg. Gehen. Maultierkruppe Gedanken. Von hinten Zwischen den Füssen Zeitungen. Essenzen: Ohren hören nicht Füsse gehen nicht mehr Nase voller Prärie-Bitter. Gehen. Hinter mir Die wir mehrere sind Die Einsamkeit Die Gesellschaft. Die herkömmlichen Formen vergilben. Die Geduld an meiner Seite. Schwer lastet Wie eine Kamera auf der Schulter Die eigene Welt. (Basel, 14.12.11)...
20. Dezember 2011
Seit längerer Zeit ist mein Thema eigentlich - oder seien wir genauer, mein Ziel, die Stimmen anderer (nicht meine) in die Gedichte hineinzuholen. Vor kurzem fasste ich den Entschluss, - was ich bereits einmal in einem Altar versucht habe, den Sie hier lesen können (4. Teil), - Texte im Gedicht zu paraphrasieren. Damit meine ich, dass ich so getreu wie möglich, aber zwischen den Zeilen lesend, wiedergebe, was ich verstehe. Eben lese ich eine Seite aus Prousts "A l'ombre des jeunes filles en...
19. Dezember 2011
Ehrlichkeit lebt Vom Ausdruck Einfachster Art. Viele Wörter aber Die meisten Sagen zu viel Rassel hinterdrein Mit dem Müll Ganzer Literaturen. Wäre man ehrlich Bestünden Gedichte Aus wenigen fremden Wörtern Die man gesucht Während Tagen Die man abgehorcht Während Stunden – Fakir-Taten Asketische Monologe. Die Wörter aber wollen nicht Ehrlichkeit Sondern Gesellschaft. Ameisenbau Gedicht Turibulum Gedicht. (Basel, 11.12.11)
16. Dezember 2011
Fehlgeburt Tag. Sinnen von Müdigkeit Beschwert. Ohne Staunen die Hände Derer erfassen und lenken fast das Leben. Flug des Worts Flosse schlagend Die Dünung der unverlierbaren Echtheit Die pfützenhaft im Mondschein Tümpelt. Das Blas meiner Seele Stiebt buschig Und verweht In die Breite. Undeutlich murmelt der Strom Aus dem meine Wörter stammten Nichts erhebt sich Newtons Apfel fällt donnernd In den Schoss der Besinnung – Es scheppert in den Kulissen Der Statist Wirklichkeit. Vollkommen...
15. Dezember 2011
Ein Verlangen Den Shirakawa-Pass zu sehen. Das Gras der Schlachtfelder – Schopf der Zeit. Auf in den Norden! Und die Pilger-Hotte Voll des Nötigen Lastend auf den Schultern – Selbst jetzt schleppe ich All dieses Beschwerliche, Beschwerend mich mit den Dingen Des Lebens, der Wirklichkeit. Im Nebel der Pässe Verschwinden. Verschwinden Im Staub der Karren. Ein Verlangen In Zeit und Raum Aufzugehen Gleich dem allgegenwärtigen Wind. Die Schuhe schadhaft Die Hüften schmerzen. Und unten Das...
13. Dezember 2011
Immer gilt es Zu schaffen Zu wachen – Ohne Unterlass. Immer gilt es Sich zu waschen Im schaffen Im wachen – Ohne Unterlass – Um neu da zu sein Für ein ähnliches Anderes Dasein. Immer gilt es Neue Hürden Alte Sünden Im schaffen Im wachen – ohne Unterlass – Zu durchschreiten Zu überspringen... Die Kinder mit ihrer Rechenschwäche Die Wohnung mit ihren Staubwirbelecken Die Küche mit den Schäl- und Essensresten Der neu gewachsene Acker des morgendlichen Gesichts Die Liebe zur...
09. Dezember 2011
Der Zug rollt durch den Morgen, Menschenwiege. Verdünnt bereits im Gespräch das Leben Gackernde Damen, gurrende Herren Gerichtet Wort und Aug und Sinn Auf den Schein, auf das Immediate – Nichts ruht, nichts ist in sich. Sie spielen auf dem Anakoluth Wie Orpheus auf seiner Leier: Lügend mit grosser Wahrhaftigkeit Stein zähmend und Tür und Gras Mit Approximationen Die sie noch weiter entfernen Vom Nebensächlichen Das in die Ruhe führt. Auf sich zentriert in der Höhle der Früh Durch die...
07. Dezember 2011
Habe ein wenig herumgebaut an der Navigationsstruktur der Seite. Ist jetzt auf das Wesentlichere reduziert, mein Schreiben.
07. Dezember 2011
Nacht. Ein Tag vorbei, Nur Tat und nicht Sinn. Da! Im Auge Spinnweb! Süss die Müdigkeit, lockend. Ich lausche, aus Stein. Ich höre, wie der Buddha wankt: Die Tannen lassen die Nadeln. Die Zunge, auf andre forschend, wartet sie, Wörter wägend. Unparteiisch Streicht die Zeit die Segel, Stockend stille ich die Stille Blutend, die hütet eine Art Erinnerung, Weder Körper noch Geist Weisend aus Die fremden Partikel Leben Wahrer als das eigne schlaffe Kerngehäuse. Ah, die Angst vor dem Schlaf...

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