Artikel mit dem Tag "Aug11"



23. August 2011
Der Eroberer Wurm Hei! 's ist Hochzeits-Feiern In jenen einsam-jüngren Ären! Ein Engels-Trupp, gefiedert, von Schleiern Bedeckt, getränkt von Zähren, Sitzt vor einer Bühne, zu schaun Ein Stück von Hoffen und Ängsten, Während's Orchester zuckend schnauft Musik von andern Sphären. Mimen, von des hohen Gotts Figur, Grummeln und mummeln leis, Ein Hin und Her im Flug - Blosse Puppen sind's, unbeleibt, Regiert von formlos weiten Dingen, Kulisse schiebend jederzeit, Schüttelnd aus des...
21. August 2011
"Selbstverwirklichung, ein Tätigwerden ganz für sich selbst, Emanzipation scheinbar im besten Sinne, nämlich alle Aktivitäten..., sich breiter zu entfalten, dieses Ideal heutiger Zeit also, kann uns unter Umständen ganz von uns selbst ablenken." M. L. Möller
19. August 2011
Wie jeden Morgen durfte Sofia mir heute ein Gedicht vorlesen. Dabei las sie mir folgendes Hebbel-Gedicht vor, das ideal zu den Hundstagen passt. Sommerbild Ich sah des Sommers letzte Rose stehn, Sie war, als ob sie bluten könne, rot; Da sprach ich schauernd im Vorübergehn: So weit im Leben, ist zu nah am Tod! Es regte sich kein Hauch am heissen Tag, Nur leise strich ein weisser Schmetterling; Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag Bewegte, sie empfand es und verging.
12. August 2011
Wurzelt der Körper Wurzelt der Körper mit seinem Gewicht in der Schuld? Hängend im Hang des Begehrens. Die Wege der Schlucht Flussgleich da unten erglänzen, und hier in dem Aufstieg Nah am Gesicht die Gestrüppe, die Farne, im Nebel Eigener Atem benetzt mir die klammernden Hände. Schwebe im Felsenwerk. Unten die Hütten wie Särge. Webt sich der Geist mit Gespinst und mit Lust um die Särge? Pendelnd im Pass des Erkennens. Die Züge der Schuld Gusseisern schmerzen – Katarrh des Gebirgs,...