Artikel mit dem Tag "Armut"



29. Juli 2016
Eine Deutlichkeit umspielt Die Kammer — die Decke Voller Reflexe von unten — Die Wärme bleibt aus — Die Dornen beginnen sich zu regen In der Stube — wehren den Händen — Treiben die Winkel voran Mit ihrer spitzen Fülle — Und die Ausbreitung der Stille Nimmt Überhand und macht Fortschritte Bis dort unten im Schemeldunkel — Die Formen-Haufen äffen Blaffend die ausgestreckten Federn nach — Die Wärme nimmt jetzt ab — Der Ergebenheitsdünkel sondert Klickende Laute der Rache...
16. Juli 2016
Gepanzert ist die Mehrheit Aus Lippendienst und in Kanonen- Konserven erhalten für Die endlich rollenden Ausnahmezustände — „Dies ist nicht länger eine Demokratie“ Die Bücher entfalten ihre vielen Köpfe und Die Haselnussbäume kriechen Ihre Fühler ausgestreckt Mit der nötigen Langsamkeit Über die vermüllten Plätze und Im Asphalt steht in Raupenschrift Was der Mehrheit anstelle an der Minderheit Geschieht: „Dies ist nicht länger…“ Lange gerollt mit viel Ballast Aus...
11. Juli 2016
In eingerollten Erstheiten Den Salamaleikums widerstehen Den Trauben von Gutem — In den feuchten Gluten des Letztmaligen Schwalbenflugs Die Hintergründe halten (Halten halten halten) Und in ständiger Biscuitproportionierung Die saugkräftigen Nagetier- Zuspitzungen und Tröpfel- Schalen der minimalen Glückserträglichkeit Zumessen wie die Trippel- Schritte der Freiheitskultur… Erkrankung oder Krankheits- Erfreiung. Abschüssig Ist das Wesen des Würgens — Und in den gasartigen...
16. Juni 2016
In der Warte regnets sehr lange schon. Der Grund ist weich und den Knien angenehm. Draussen fliegen sie in Scharen auf. Das tun sie immer. Der letzte Schimmer Dringt herein und ist Milch — laues Meinen Laues Halten. Die Freiheit der Haare kennt ein Ende — Die feuchten Enden greifen sich den Grund aus Haut Und Knochen — in der Warte arbeitet die Zeit Für das Fallen und der Raum verschliesst sich Dem Himmel ob der Strähnen.
05. Juni 2016
Verzweifelte Nacktheit Und eine Geduld die Wie eine Kinderkrankheit Dinge wie Ideen verschlingt Von der Laune die mich eine halbe Stunde Wieder auf die Beine stellt bis zur Krume die ich in der Küche Unachtsam zertrete — Einfälle wie Reiskörner Die beim Unleeren wie Blitze In die Ritzen spritzen — Die blanke Verheissung von Kleingeld Die mein Portemonnaie Zum Münzenkreuzer Zum Flugzeugträger umformt — All die Silberspatzen und besonders die Rotbäuchlein Darin und in meinem Hirn: Wie...
26. Mai 2016
Meinen Rücken reden lernen — Den Wirbeln ihr Recht zur Faust geben! Aus der Nervensäule die Funken schlagen für den Aufstand: ich sah den Engel wie einen Blitz Vom Himmel fallen… Aus der Furche Durch die ich blindschleiche den Rücken Recken als ein Iota und in Gerten-Worten Sich an der Gegenwart vergehen.
23. Mai 2016
Riemen angelegt und im Bereich Zwischen Tor und Huf gründlich Zwergfortsätze in die Wahrscheinlichkeit Gestolpert. Im Schatten der Baumschulen Reden von gutem Darm und Leitern. Ein Tuckern scheint zu genügen Oder ein Name — Fanny oder Farah. Der angenehme Geruch des Schnaubens Vor dem Anfang jedes Satzes… Komplizenhaftes Lächeln beim Aufzäumen: Die tumorblauen Fragen Aussagen und im Rahmen stehen In Erwartung des Geschirrs — In das Dröhnen heraustreten Und am Schlag in die Schnauze...
08. Mai 2016
IV Wenn du unten bist Kennst du nur Den Schmerz im Nacken Und das Weiss der Augen — Dein Kopf voller Kleinstgeld Das zu zusammezuzählen Noch nie gereicht hat. Die Arbeit zu tun Die andere nicht schert weil Unerträglich und uneinträglich — Letzter Hochmut und Ehrentitel Für Leber und Darm — Dein weisser Elefant zerdeppert Geschirr Dem niemand anhängt — Kostbarer als alle die Geisterfahrten In den Vorstandsetagen Verhandlungsritualen und Mitarbeitendengesprächen — Und keine...
07. Mai 2016
I Billiges Bier in guten Dosen Vereinzelte Socken und Teigwaren Mit vielleicht sogar Käse. Das flüchtige Bisschen Anschein. Numismatik mit 5-Räpplern. Messingtage. Fleischkäsehemden. Brunnenwasser. Schrittchen zum nächsten Ende. Gebrauch von Nichts Für Wiedernichts. Geratewohl Einer Blüte aus einer Null. Dafür — das Nein Erübrigt sich von selbst: Wahl gibt es keine — Absichten und Zuversichten. II Das nächste Ende kommt schon Nur keine Bange. Der Gürtel ist rund. Nicht der Fakt....
01. September 2015
Hier sind die Wölfe bei sich. Hier sind die Wölfe wie Ameisen. Kein Auge sieht all das. Weil Jagd. Suche. Treib-Gut. Lauf An Lauf gereiht — Und nicht Verzweiflung Und nicht Demut. Was für ein Winter! Ein jagender Haufen Zeit Eine gehäufte Zeit für eine Jagd. Die gelben Waggons Patronen der Gegenwart In der Trommel der Vergangenheit. An der Brüstung steht hier niemand. Selbst die Museen schauen blind und Die Mauern tragen noch die Morsezeichen der Kriege. Was für ein Winter! All das...

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