Artikel mit dem Tag "Apr15"



30. April 2015
Alles fliegt. Ich verlasse euch niemals. Die Zähne fallen aus Die Schuppen wachsen nach. Später sind sie die Hand vor dem Mund. Die Dämmerung ist mein Ding. Ich bin kein Hochstämmer Dafür war der Tag schon immer zu vorgerückt. Meine Fresse ist billig. Chinesisch. Aber alles fliegt. Hebt sich in die Luft Löst sich auf in der Dämmerung Wie die blühenden Apfelbäume. Ich bin so ein Zuckerstück. Mehr war ich nie. Meine Lefzen Flügel Meine Krähenfüsse Die Löcher in Socken — Ich bin...
28. April 2015
Im Land Allein Gibt’s keinen Schein — Stein auf Stein häuft sich Auf die Brust. Summe beläuft sich Auf Null. Alles zählt: Jedes Detail. Sprache Ist keine Lust. Im Land Allein Ist alles Wein — Zahl um Zahl läuft sich Im Wettkampf tot. Zukunft besäuft sich Mit Furcht. Und angezählt Sind die Dinge. Denken Ist keinem Fort. Im Land Allein Brüllt nur das Schwein — Stadien-weit erkauft sich Die dünne Luft Ihren Zoll. Man rauft sich Im Sand. Niemand wählt Den Knauf des Himmels. Fühlen...
23. April 2015
Nur einmal noch Die Krümmung des Wegs sehen Bevor sein Ast mich sticht. Ein Stehen ohne Wie & Köder. Dann können die Köter kommen. Nur einmal noch Die Haltung der Hand üben Bevor die Saiten sich dehnen. Ein Stehen ohne Ton & Bronze Vor dem körnigen Fresko des Morgens. Nur einmal noch Die Grübchen im Tal des Lächelns sehen Bevor mein Speichel sie füllt. Ein Stehen ohne Ross & Milch Vor dem Hünen des Arschs der Welt. Nur einmal noch An den Würzelchen ziehen Bevor mein Blatt...
22. April 2015
Verästelung & Verblätterung — Wo derAugapfel fiel Dort: Abwehr durch Nähe Macht durch Schmiegsamkeit. Lage der Kernglieder: Rapport! Auch ich bin Absalom! Der hochgezogene Rotz Ist Würze der Nation. Die platten Hände scheuen zurück Vor den Spriessen-Sprossen Hinauf! Hinauf! Die Biedermänner in ihren knorrigen Aber farbigen Umhängen kommen aus Anderen Wintern. Die Bändel der Floskeln Wuchsen aus euren Knöchelaugen Weiss & wurmig — Pendeln nicht grotesk Um jeden Schritt…...
21. April 2015
Es nutzt dem Blick Es nutzt für das Augenwischen Es nutzt dem Schlick Es nutzt für die Schraubenwinden Es nutzt der Steife Es nutzt um zu leugnen Es nutzt dem Streifen Es nutzt um zu beugen Es nutzt dem Barfüssigen Es nutzt für die Untertänigen Es nutzt dem Verflüssigen Es nutzt für die immer wenigen Es nutzt dem Verlust Es nutzt um zu lieben Es nutzt dem Ablassen Es nutzt um zu sieben Es nutzt dem Erfassen Es nutzt für das Eignen Es nutzt dem Verguss Es nutzt für das Schweigen.
20. April 2015
Grützenhafte Götzen der Jahreszeit in Bermudas. Die samenlosen Koffern der Postboten und Die namenlosen Stoffe des Ostgoten- Frühlings: in schlarpenden Tönen Verschluckt er die Os als As und Hält kurz schwer wie eine Hummel Inne und dreht sich auf die andere Seite In seinem vollen Bett Einen Wind lassend Von der Stärke einer Legofigur. Die Bostichmenschen in ihrer Tigerei Noch vor der Käfigung Kippen Kaffee In hostilen Kränzchen der Enge Und zupfen ihre Töchter an Schwänzen Und...
19. April 2015
Ich sehe die Bäume in ihrem unversehrten Grün stehen. Ich sehe die Büsche ihre Blüten wie Wimpern abwerfen. Ich sehe die Hummeln die Narzissen beschweren. Ich sehe die Streben der Gräser die Luft halten. Anders Will ich wie einen neuen Namen. Anders Das Gewohnte Anders Die Lieben Anders Die Arbeit Anders Die Morgen Anders Die Geständnisse Anders Die Verständnisse. Alles tut. Die Welt — ein Mississippidampfer. Schaumschlägerei. Radschlägerei. Reederei. Alles kehrt sich um Um da zu...
16. April 2015
Moment Mal! Ich Bin der Verfolgte. Ich! Verbrenne im weissen Feuer. Ich bin doch nicht Verrückt! Ich zucke hier Am Boden Nackt und doch bin ich Mensch — ich singe nicht Wie der andere weil ich Zögere. Ich zögere Weil ich Sinne habe und Sinne. Nicht auf Macht wie der andere — Auf Güter nicht Auf Güte und Blankes Entsetzen. Ihr Gaffer! Blutsauger! Habt ihr noch nie einen Nackten gesehen? Noch nie Begeisterung verspürt Den dunkeln Atem des schwarzen Feuers Das ihr gelegt habt Unter...
15. April 2015
Vestalisches Grün Eingewachsen In die Spalten: Hier die Säuglinge Ausgewallt Dort die Dementen Schaler Schampus schon. Ruhe jetzt! Schreit nicht! Wer tritt Ist noch nicht bestimmt und verstanden. Getreten wird nicht von euch! Das Gras spriesst wie Zähne. Lebend begraben sind wir Humus. Die Umarmung im Staub und Lehm Bevor die Platten Mit rollendem Donnern Über euch verschlossen werden Schon mehr als Umarmung. Ihre Haut schlägt Bläschen Dir entgegen — deine Erschlaffung Versteht immer...
14. April 2015
Die Luft ist steril gekühlt. Jemand zupft an deinen Schulterblättern Als meinte er es gut mit dir Aufmunternd. Du siehst den Boden Liniert und schmierig glänzend Durch das Loch für das Gesicht. Im Haus röhrt ein Ventilator. Der Glanz des Bodens ist berauschend Oder die Luft ich weiss es nicht mehr Seine Linien wie vorrückende Schützengräben. Du wolltest helfen Jetzt wirst du geholfen. Das ist alles eine Art Fortpflanzung des Nutzens: Deine Lage und diese Liege. Optimierung der...

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