mai18 · 24. Mai 2018
Frisch ist anders. Breithüftig Wurzelt der tag im ruinierten gebiet. Dem sand gehört die rüstung. Allmählich findet das stampfen anklang. Ich bin ein geflecht. Eine bewarzung Von früher und rigips. Die frische zog Am schaft und jetzt in den leerschlägen Ungezündet und vorgeschoben Im schatten von erwartung und scharten Angesichts des schachtfeldes frische ich in den hüftweiten auf. dem sand gehört die rundung: was auch immer im tag trennt von den schriftenlenden und triftigen gründen...
mai18 · 23. Mai 2018
In diesem faden bist du da: Wie milch und blut siehst du aus. Aufgegangen in mir. Berührt Von zierkirschenworten und Am ende ein nadelstich mit augenbrauen Und samtmütigen heckenschuss. Wie fällst du ein! Dreimal nein und dann Die schere deiner seele an meinen flechten: Und ich lasse mich vom alltag nicht länger mehr Behauen. Fällst ein wie ein kalmarblitz Und rundherum vergrätzt die milch den glasigen Blick. Ich stehe erneut hin und zeige horn. Marussja! Siehst wie blut aus milch aus....
schmarotzer · 19. April 2018
Die uhren stehen auf see und ruhen weit Im haar und streifen die krächzenden kriech- Gründe mit breit gedrehtem namen und brand- Warten und warten auf das gesicht im haar Halten feil die heidenstämme mit den strähnen Aus regen und haar und biestmilch aus den lungen Und das gesicht erwähnen einmal zweimal und doch Was schwarz war noch einmal zählen eins Und zwei stück und lang ausgestreckt und auch Breit mehren die uhren den haaren zu wie Kreischblüten im see und fall um fall ringel-...
schmarotzer · 15. April 2018
Ein gesicht im haar am see Haar voller gesicht und frohlocken Im wind und schnabellang am see Und gaukeln im weiteren grünen und Haar im gesicht mit zahnscherben und Locken ernst wie seewachs und zwischen beinen Tümmlerwerk und frohem schaffen und schwarz doch Haar am see im gesicht und sicht in tonsur von Weidenkätzchen und gesicht im see Das haar froh des windes breitet im gesicht Den see vor und ätzt und ätzt Breit und nah am gesicht und ganz Kein flattern am gesicht und an wimperngrien...
tagesgedicht · 21. März 2018
So möchte ich einen Ledergesang anstimmen – mit dem fleischigen Teil meines Herzens hoch aufgerichtet in die basische Zärtlichkeit zu den Augen und zur Tollheit: eine Art Kronleuchter aus Sehnen und Sehnen unterm Schraubenfuss der Praxis ein Igelpfad zwischen Tropfen und Blei und gereckt in den Büschen kauern halb Indianer halb Dominikaner. So möchte ich klopfen auf die ockerfarbene Flaschenbürste und auf die Perlmuttblätter in der Hitze und Unaussprechlichkeit von Lauten die wie...
Meldungen von Anatomie · 14. März 2018
Meine Lippen springen – und im All-Kehlkopf verstört das Pfeifen der Antennen die Lichtwürfe in der Konstanz ihres Zitterns und über der Atacamawüste schliesst sich die Blende und das Salz und die Artemia schütten die Rosarosse der Beginne und Vorkehrungen mit kampflosen Augenaufschlägen und forschenden Schlürfgeräuschen zu und die gerollten Muster in den Handlungsansätzen ebenso wie die Sätze der Mutter (oh diese parataktischen Andersweitigkeiten der Provinz!) schlüpfen wie...
05. März 2018
Heute gründet fraternitäten Aus den kolanüssen deiner fingerbeeren Und den schnäuzen deiner zehen Und trommelt hinaus die neunmalklugen augen aus moos und sediment.
feb18 · 17. Februar 2018
heute werden die kinder in den kalten küchen warten allein und barfuss und verwirrt über die hochstehende sonne in den fenstern auf die geräusche der leeren wohnung lauschen und in die tropfenden leeren kühlschränke starren
Meldungen von Anatomie · 24. Januar 2018
Diktatur des Staunens: Vor-Schrift für eine Öffnung – und Gänse in ihrem Sträflingskleid am Saum der Perspektiven: keine noch so zugenähte Kluft vermag über das Kielwasser zu täuschen das sein auseinanderstrebenden Knochen im Winterhimmel zeigt: Hingabe von Luft in Passwörtern vor Vor-Toren hinter deren Beulen im Ventilatorfauchen an Zettelkästen-Ärschen geschnipselt wird denen Zähne wachsen und niemand bemerkt die Kraft für die ich Edison spiele: Stufe um Stufe und ohne...
sprüche des guten riesen · 11. Januar 2018
Mit der Nase in einem Tiger wühlen. Die rosenblättrige Vorwärtsbewegung steht auf Milchfüssen im Phosphatland. Die Talgdrüsen vereinigen sich über der Rodung: wo Wälder wuchsen reiben sich die leuchtenden Felle des Morgens aneinander und die Rhinophyme hoffen auf die Gesellen die ihnen die brüllende Waage auspicken: und die Schnauzhaare kitzeln meine Nase.

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