schmarotzer · 19. April 2018
Die uhren stehen auf see und ruhen weit Im haar und streifen die krächzenden kriech- Gründe mit breit gedrehtem namen und brand- Warten und warten auf das gesicht im haar Halten feil die heidenstämme mit den strähnen Aus regen und haar und biestmilch aus den lungen Und das gesicht erwähnen einmal zweimal und doch Was schwarz war noch einmal zählen eins Und zwei stück und lang ausgestreckt und auch Breit mehren die uhren den haaren zu wie Kreischblüten im see und fall um fall ringel-...
schmarotzer · 15. April 2018
Ein gesicht im haar am see Haar voller gesicht und frohlocken Im wind und schnabellang am see Und gaukeln im weiteren grünen und Haar im gesicht mit zahnscherben und Locken ernst wie seewachs und zwischen beinen Tümmlerwerk und frohem schaffen und schwarz doch Haar am see im gesicht und sicht in tonsur von Weidenkätzchen und gesicht im see Das haar froh des windes breitet im gesicht Den see vor und ätzt und ätzt Breit und nah am gesicht und ganz Kein flattern am gesicht und an wimperngrien...
tagesgedicht · 21. März 2018
So möchte ich einen Ledergesang anstimmen – mit dem fleischigen Teil meines Herzens hoch aufgerichtet in die basische Zärtlichkeit zu den Augen und zur Tollheit: eine Art Kronleuchter aus Sehnen und Sehnen unterm Schraubenfuss der Praxis ein Igelpfad zwischen Tropfen und Blei und gereckt in den Büschen kauern halb Indianer halb Dominikaner. So möchte ich klopfen auf die ockerfarbene Flaschenbürste und auf die Perlmuttblätter in der Hitze und Unaussprechlichkeit von Lauten die wie...
Meldungen von Anatomie · 14. März 2018
Meine Lippen springen – und im All-Kehlkopf verstört das Pfeifen der Antennen die Lichtwürfe in der Konstanz ihres Zitterns und über der Atacamawüste schliesst sich die Blende und das Salz und die Artemia schütten die Rosarosse der Beginne und Vorkehrungen mit kampflosen Augenaufschlägen und forschenden Schlürfgeräuschen zu und die gerollten Muster in den Handlungsansätzen ebenso wie die Sätze der Mutter (oh diese parataktischen Andersweitigkeiten der Provinz!) schlüpfen wie...
05. März 2018
Heute gründet fraternitäten Aus den kolanüssen deiner fingerbeeren Und den schnäuzen deiner zehen Und trommelt hinaus die neunmalklugen augen aus moos und sediment.
feb18 · 17. Februar 2018
heute werden die kinder in den kalten küchen warten allein und barfuss und verwirrt über die hochstehende sonne in den fenstern auf die geräusche der leeren wohnung lauschen und in die tropfenden leeren kühlschränke starren
Meldungen von Anatomie · 24. Januar 2018
Diktatur des Staunens: Vor-Schrift für eine Öffnung – und Gänse in ihrem Sträflingskleid am Saum der Perspektiven: keine noch so zugenähte Kluft vermag über das Kielwasser zu täuschen das sein auseinanderstrebenden Knochen im Winterhimmel zeigt: Hingabe von Luft in Passwörtern vor Vor-Toren hinter deren Beulen im Ventilatorfauchen an Zettelkästen-Ärschen geschnipselt wird denen Zähne wachsen und niemand bemerkt die Kraft für die ich Edison spiele: Stufe um Stufe und ohne...
sprüche des guten riesen · 11. Januar 2018
Mit der Nase in einem Tiger wühlen. Die rosenblättrige Vorwärtsbewegung steht auf Milchfüssen im Phosphatland. Die Talgdrüsen vereinigen sich über der Rodung: wo Wälder wuchsen reiben sich die leuchtenden Felle des Morgens aneinander und die Rhinophyme hoffen auf die Gesellen die ihnen die brüllende Waage auspicken: und die Schnauzhaare kitzeln meine Nase.
sprüche des guten riesen · 07. Januar 2018
So viel nimmt mir die Vorfahrt: lauter Sperrangeln und Black Fridays Vorworte und Vororte. Ich laufe in den Amok der Poesie: mein Kriss ist nicht sorgfältig meine Augen sind blind vor Sichtweisen und mein Körper zerfällt in Fetische. Und ich laufe durch die Regale und schlucke die Mikrofilme und verteile auf öffentlichen Plätzen rasiermesserscharfe Karteikarten mit Ohnmacht.
jan18 · 04. Januar 2018
der vater ist weit weg - ist bloss noch eine figur. es gibt keine frist mehr mit der man ihn markieren könnte: sein ungeschütztes lachen gehört jetzt den freunden und abgetauten verantwortungen. er ist zurückgekehrt in die gemeinschaft jener die seiner nie habhaft werden wollen: er ankert in den herzen der freunde mit all den postfaktischen narrativen seiner vaterschaft.

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