Dez18 · 10. Dezember 2018
Eine Studie für zwei Arme: ein Leichtes für das Vorkommen von Lauterkeit in den Tiefen des Metabolismus und das fortschreitende Erkennen der Rhagaden im unteren Bereich meiner Persönlichkeit. Mit steifem Nacken und einer tiefen Irritation starre ich im Schatten der Mykosen auf die zudringlichen Staubwedel der Neutrophilen. Ich drücke mich um die Behändigung von offenen Armen und hebe die Reagenzen in die geduldigen Sande: ich habe keine Hand mehr frei für numerische Überlegenheit. Eine...
Dez18 · 06. Dezember 2018
Ich spitze die Lippen. Niemand sieht mich: In den Rachen sammeln sich Komplementsysteme die mein Auge schlossen und bauten ein Schloss hoch auf den Infektionsherden und in den Mergelkörpern auf den Sonnenterrassen: da nicken sie unter den Sonnenuhren. Unterm gelben Hort kreist noch immer der Vernunft-Frass: Meine Antikörper in den verglasten Becken denken nicht mehr an Verhütung noch an neutrale Böden: unter der Haut sind die Keime in Brand geraten – während ich schlief in meiner...
Dez18 · 04. Dezember 2018
Mit irrem Blick werfe ich mich auf dich die Porzellanhände im Rücken die gusseiserne Brust aufgebogen von den Landstreichern und das Farnbett meiner Fakten ausgebreitet: ein mürber Gefässkasten voller Zutrauen. Ich habe genug von den Probewürfen (es ist was es ist) von den verzögerten Vorsorgeuntersuchungen und von der heterogenen Übersterblichkeit: verschreibe mir Disteln! Mit wildem Blick werfe ich mich auf dich – an den Rändern meines Gesichts blättert die Glasur unter deinen...
Nov18 · 26. November 2018
Und dort ist es dunkel. Es ist immer dunkel dort: in den keuchenden Tiefen eines endemischen Kontinents: Organ an Organ gepresst in Erwartung eines grossen Reibachs und in jeder Alveole leuchtet kurz die Hoffnung auf einen Treffen auf während ich schlafe in den Formaldehyd-Tiefen meines Hotboxing-Projekts. Und ich kratze mich im Dunkeln wo die Scherben meiner Haut unter den Nägeln auf weitere Schiffbrüche warten: es ist kalt dort. Es ist immer kalt dort: in der Orangenschicht steigt der...
Nov18 · 19. November 2018
Die Bretter schwitzen die Erde aus: blank und windlos stehen sie vor der Welt. Alles heuchelt hier. Die Fäuste sind einfach und das Mondlicht leuchtet ein. An der Stirn klebt die Spucke des Kalmars. Es gibt die Hundertschaften und es gibt die Einwüchse die keine Einschlüsse sind: stockig schiesst das Licht ein. Es saugt an der Leber: es ist keine Witterung es ist keine Tatsache: die Erde füllt das Becken dieses Altars auf der ich war. Die Bretter äugen zu mir. Windlos und tintig schmatzen...
Okt18 · 29. Oktober 2018
Das Kriechen ist nur ein Fortsatz in das Wimmeln hinein. Ich habe mein Erdogangesicht in die Hirschzungen geschlagen. Die Meerrettichwirbel zählen mich ab. Ich höre die Wolfstöne bis in die Keimlappen meiner Starre. Für mich keine Sonntagszeitungsgeräusche bitte: ich liebe das Maul der Fähre. Ich liebe die dentalen Werke deines Amorbogens über den gelichteten Morgen aus Torfgesichtern und vokalisierten Wahrheitsvorstufen. Ich küsse nur die Quelle deiner Morpheme. Niemand mit den...
Okt18 · 19. Oktober 2018
Es liegt viel an der Stellung der Farbknochen. Die Macht von seifigen Eindrücken und von brechenden Wettern übersteigt das Planungsgeschick von Wagenlenkern und die Sichtschärfe von Propheten. Die spröde Sturheit liegt brikettschwarz auf dem Weg nach Rama. Niemand steht Schmiere. Die Wellenbrecher sind landunter und die Landwehr kauert aus Rücksicht auf die Verdauung in den Börsen. Ich sehe die Farbkochen im Unterwind brikolieren: Kupfertröckne im Mund wie die Augäpfel von...
sept18 · 24. September 2018
Aber Old Nan lässt sicht nicht bitten. In den Büschen ist Nacht. In meinem Rücken zählt einer die Flossen. Meine Haare stehen am Horeb. Auf Tafeln krakeelen die Kreidestriche von palatalem Leichtsinn: ich kauere in den Dornen wie ein Zeitungsleser und setze den Carpenter-Effekt verbissen zu ihren Gunsten ein. Ich bin bereits klonisch. Der Auftrieb schwefelt in meinem Gaumen. Die engen Maschen brechen meine Schlüsselbeine. Da krieche ich durch die Phasen des Klingelns in ihr. Ich stülpe...
aug18 · 29. August 2018
Seit Unzeiten hänge ich kopfüber im Blatt. Die nagenden Schritte durch den Genitiv Zählen die aufgehobenen Gesichter: Die Nasen stechen in die Sitze. Im Blumenwasser wachsen neue Generationen und im Achselschweiss Die andern Lohn brauchen: Keine Blankoschecks mehr und keine Adelstitel in den ungemachten Nestern und weltumspannenden Gradienten – Jedes Huschen doppelt gebucht. Ein Nerv nach dem andern begann in Gehorsam und Willfährigkeit zu schlagen. Das eingebrachte Pfand verlängerte das...
aug18 · 20. August 2018
In der Fingerspitzentiefe liegen vom Druck der Kuppen betäubt und die Beine regen und die Fühler aus der Oberflächenspannung lösen – mehr zappeln als waten bis zur glänzenden Steilwand und dort bewusstlos das Gleiten üben herausgefordert von den Salzmarkierungen – im Trockenen liegen ein letztes Mal vom Druck gebannt in die passgenaue Mitte und Beine voraus fallen auf den blendenden Boden und unterm Kupfermäntelchen ein einziges Mal ein knackendes Wort sagen.

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