Sommergedichte · 03. September 2019
Wenn ich so in meinem Schweiss kauere Umgeben von Büchern Staub vollgerotzten Taschentüchern und toten Fliegen in diesen vier mathematischen Wänden Denke ich an Hank Alfonsina oder an Arthur An die Loser Die sich gerade so durchs Leben schlagen Jeder Augenblick ein Augenblick zwischen Absturz und Grad-noch-mal-geschafft Denke ich an meine Nächte In denen ich mit einem Wort als Flügelchen durch die See von Schweiss und Sperma pflüge und am Morgen aufwache wie ein Insekt dem man die Beine...
Aug19 · 30. August 2019
Noch immer will ich (grüne Augenkragen) greifen nach Asteroiden geflochten in die Vaterschaft gekrümmt in die Null vor dem Komma Lichtjahre pressen aus Jetzt und in die Astern sturzwachsen und erheben die Alten in ihr verrutschtes Grienen in die Seele der alten Sonnen: wie du noch immer nichts entdeckt: Tafelbergsavannen aus Kontenüberträgen Karteneinzügen und Kakerlakenläufen: will ich wie du wenn der strenge Schlaf das Visier zugeschlagen eichenfarben Spätstroh anders mutiert mutierend...
jul19 · 29. Juli 2019
Ich komme in der Wachheit an weich und Marschfeld im Westen meines Hungers die Beine umschlungen mit Geräten die sich wie Sirenen verhalten die Rückenwurzel enthalst von Finanztransaktionen die dem Hormonhaushalt eines Pubertären entsprechen und komme in die Wachheit mit süssen Nägeln im Kopf und stupiden Clementinen im Herzen und vollführe kunstvolle Saugbewegungen unter einem Skalp der seine Hulkability bis ins letzte Momentum erster Erwägungen und letzter Vorzeigbarkeit verleugnet und...
Poetik · 25. Juni 2019
Die Idee eines statischen Gedichts: mehr Bild oder Skulptur als Film oder Folge - Beschreibung und Fixierung, gelegentlich Vexierung - genügt mir nicht mehr. Gewiss kann ein Gedicht als "Momentaufnahme" ganze Zeitalter durcheilen oder erfassen, nur schon von der Zeitenfolge her. Ein solches Gedicht ist in meinen Augen ein wenig wie Giottos "Einzug in Jerusalem", wo im rechten vorderen Bildfeld drei Männer dargestellt werden, die ihre Mäntel ausziehen, um sie auf die Strasse zu legen: der...
schmarotzer · 13. Mai 2019
Das Gras glüht über der Müdigkeit und die Schreie im Gestein strecken ihre Wurzeln aus nach den Seerosen bei den Fröschen und nach den Eisenstühlen im Kies. Ich fühle mich dumm und ansteckend. Die hybriden Blütenantriebe haben ununterbrochen nach mir gerufen: schien es nicht fast als riefen sie roth aus der arkadischen Ödnis heraus nach der Wolle im Mund der Politiker mit ihren Paletten von Leitbildern und Gemeinplätzen und du mitten im Regen auf der Ile de la Cité hältst mir dein...
Apr19 · 10. April 2019
Auf deinem Amorbogen wächst Moos: Abrieb von Rubellosen – die Karrespuren von Lieferwagen über der Dentaltektonik drainagegrabentief und der Schweiss schäumt auf in der Torso-Stop-Motion und ist auf der Zunge an deiner engen Lende pestizidbitter und in den Gunten auf grauem Leinen siedeln erste Veneriden (Flucht in lauere Feuchtzonen) und über der Heidelandzunge meines Rückens die ausführlichen differenzierten Handzeichen einer Chauffeurin – in der grünen Zone der Marktregel Zufall...
Feb19 · 11. Februar 2019
Die Unkunde schellt in meinen Ohren. Von den Wänden lappt der Sympathieträger Tier und Pflanze. Die Sporen von Schimmel stechen die klaren Nächte aus den Konten von Largeheit und jenen Trieben die sich nicht mit Vergleichen aufhalten: keine Millimeterkondensate von Fassaden mehr oder Froscheinheiten von Pflichtakkorden - endlich nur den Börsenstaub des Mondes und das Fersengeld verglühender Satelitten: die täppische und unfalsifizierte Aurora borealis über den Kehlen einiger...
Jan19 · 23. Januar 2019
Die schiefe Nase meines Glaubens in den Bauchfalten von Apettithappen Übersäuerung in der Vorstellungskraft und die Letztendlichkeit untergekommener Bistrogespräche das Wasser auf Grabenkämpfe und restlos angehäufte Staubratten und vermutlich weiche ich mir so lange aus bis ich die Enge ertrage Die Selbstdrohungen stürzen auf die Macarons ein olivgrün schmilzt der Wartesaal bis auf ein Hüftgelenk in die Strichzeichnung von maroquinen Freundschaftsverhältnissen an und die Odorate wie...
Dez18 · 17. Dezember 2018
Mit schwerem schwarzen Schleim schaue ich dich an die Luft ist schwarz und eisig der Rotz rinnt und zeichnet Gitterstäbe deine Vorstellungen vom Dreck werden niemals den Dreck in meiner Vorstellung lecken: du wirst nicht trennen können was davon Seele und was davon recht ist und selbst wenn dein Mantel in Manifestationen und Vollversammlungen in der Hitze von Worten und Wünschen süss wie Kohle schwarzes Segel blüht ist es mein Rotz und ist es mein Gesicht in das die Trägheit von Armut und...
Dez18 · 10. Dezember 2018
Eine Studie für zwei Arme: ein Leichtes für das Vorkommen von Lauterkeit in den Tiefen des Metabolismus und das fortschreitende Erkennen der Rhagaden im unteren Bereich meiner Persönlichkeit. Mit steifem Nacken und einer tiefen Irritation starre ich im Schatten der Mykosen auf die zudringlichen Staubwedel der Neutrophilen. Ich drücke mich um die Behändigung von offenen Armen und hebe die Reagenzen in die geduldigen Sande: ich habe keine Hand mehr frei für numerische Überlegenheit. Eine...

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