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Die Kraft haben

Mit schwerem schwarzen Schleim schaue ich dich an

die Luft ist schwarz und eisig

der Rotz rinnt und zeichnet Gitterstäbe

 

deine Vorstellungen vom Dreck werden niemals den Dreck in meiner Vorstellung lecken:

du wirst nicht trennen können

was davon Seele und was davon recht ist

 

und selbst wenn dein Mantel in Manifestationen und Vollversammlungen in der Hitze von Worten und Wünschen

süss wie Kohle

schwarzes Segel blüht

ist es mein Rotz und ist es mein Gesicht

in das die Trägheit von Armut und in das die Güte der Arbeit

mündet mit Beständigkeit und ohne Erbarmen

 

schaue ich dich an

Knecht eines Gesichts

das noch niemand geschaut hat

eingehüllt in die Vulva von Samt & Sonders

 

ich bin der Strom

der bei die Gerechtigkeit geht

Arschkarte und Aschelaube

deren Dreckstarre und deren Zahlenwert

sich nicht durch Reiben und sich nicht durch Lecken

lösen lässt: ein schwerer schwarzer Wurf an Blicken

eine schwarze schwere Pressluft

 

was für ein Gesicht dir auch immer vom illusorisch-industriellen Komplex zugewiesen wird:

du bist wie die Spanplatte zwischen Staub und Sturheit

 

ein unentdecktes

uneröffnetes

Gesicht weiss wie Fett

rot gefädeltes Bratenstück

das noch an selbstbestimmten Dreck und das noch an aussichtsreiche Grammatik

seinen Glauben heftet: eine Vorstellung von Kellerfenstern und Versprochenheit im Auge

 

ich schaue auf dich

Gesicht eines Knechts

dessen Kraft zur Liebe

spröder ist als diese zu spät bestellten billigsten Briketts.