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Seelensex

In diesem faden bist du da:
Wie milch und blut siehst du aus. 
Aufgegangen in mir. Berührt
Von zierkirschenworten und 
Am ende ein nadelstich mit augenbrauen
Und samtmütigen heckenschuss. 
Wie fällst du ein! Dreimal nein und dann
Die schere deiner seele an meinen flechten:
Und ich lasse mich vom alltag nicht länger mehr
Behauen. Fällst ein wie ein kalmarblitz
Und rundherum vergrätzt die milch den glasigen
Blick. Ich stehe erneut hin und zeige horn.
Marussja! Siehst wie blut aus milch aus. 
Gehst auf mit den kämmen und grätschen
Die in den innerworten über knöchel 
Streichen. Mollusken im mund und
Am ende die salzstreifen im haar. Ich
Krümme dir den scheitel zum ersten mal. 
Die sänften stehen am sarkophag. Ineinander
Geseelt und erbleicht die glasglieder und hoch
Gehauen die Blick in die Wogen von dir und
Ätz-Wahrheiten. Aber rundherum breitet sich
Milch wie blut aus in meine näpfe und meine 
Hirsenzähren steifen ihre spitzen in dich. 
Oh gar nicht hinterrücks! Deine weichen 
Hauer stiessen nicht vergebens bis in die 
Lieder von honig und milch vor. Marussja
du hisst seelenweis die letzten büschel von 
Verstand und dreimal krönst du dich 
Am ende mit dem ende der geschichte.
Mitten im durchschiessen schreibe ich
Die einfälle in die gischtmütige haut von 
Innenschenkeln. Fertig gemuht! Du seelst
ineinander das stieben und pochen in engste
Scheitelpunkte. Durchwirkt von den blut- und 
Milchstrahlen hänge ich am fadenschein:
Im bürstenlicht der küstenlage ziehe ich wie ein strapate
Das japanische messer aus der seele und

Stosse es bis zum horn in den zierkirschenaufgang.