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Sklave des Gaumens IV

Diktatur des Staunens: Vor-Schrift

für eine Öffnung – und Gänse in ihrem Sträflingskleid

am Saum der Perspektiven: keine noch so zugenähte

Kluft vermag über das Kielwasser zu täuschen

das sein auseinanderstrebenden Knochen im Winterhimmel zeigt:

Hingabe von Luft in Passwörtern vor Vor-Toren

hinter deren Beulen im Ventilatorfauchen

an Zettelkästen-Ärschen geschnipselt wird

denen Zähne wachsen und niemand bemerkt die Kraft

für die ich Edison spiele: Stufe um Stufe und ohne Beschriftung

aufgestiegen in den geifernden Zenit mit einer Stimme

Eiterhell am Euter der Pannen straffe ich die Wangenwand

und sage noch nichts zu all den versorgten Gütern und wilden

Gerüchten: das übliche Gaffen soll mal überwiegen.

 

Und schrieb ich vorher vorher die zunehmende Stotterung

an der Baustelle oder auf der Kippe: niemand vergeudet mehr

Papageienschwänze die wie Schaitan blitzend

in die Verkabelungen fahren und meine Haut kabbeln lassen –

ich schenkte dir Namen wie kläffende Wunden

und aufgerissene Meere wie nicht fachmännisch ausgeführte Sturzflüge

und im Speichel meines Angesichts gähnt die Diktatur der Empirie

mit ihren Ärschen voller Karies blöd aus der Wäsche –

als weiteres Indiz für eine Öffnung: unaufhaltsame Entropie

in den Guschen gischtend und niemand hat die aufgeplatzten Sesamkerne

untersucht: der Mond über allem und ich blute

mit heliumheller Stimme und fasse ein Vietato

in Empire-Stuhlbein-Löwenblecken an – übliche Geizes-Raserei:

und der Berg geht zum Meer und das Heulen fällt aus den Wolken:

 

Der übliche Demagoge! Und ich schiebe die Lippen vor

bis in deine Buchten und ich öffne die Schere weiter

zwischen dem Staunen und dem Schilderwald –

willst du nicht suchen die Nesseln und Nelken

Kindchen? – und in der tropfenden Milch der Dämmerung

fasse ich die Leitungen und Perspektiven an

(wieder ohne Handbücher noch Daunenkissen!)

und schlucke ein ums andere Mal

als trüge ich den Krieg nach Karthago

die Arschgeigen und die Schleimhäute und die Passwörter

als teilte ich meinen Kopf in mich und dich und

während meine vorher-beschrifteten Wangen mit saugendem Geräusch

Schlundversuche anstellen und gleichzeitig sich

zugvogelhafte Sprachlosigkeit einstellt

als löse jemand das Problem der Diplomatie mit einem Zahlenschloss:

und die Knastbrüder wie Perlen im Hof aufgereiht

mit ihren Wimpern schlagen wie Gänse und ich 

in meiner eigenen Mundhöhle

in die nur du mutig die Zunge schiebst

auf der Suche nach dem üblichen Staunen

schicke meinen Pinochet vor

als einziges was vorgesehen ist und

springe mit ihm in der Wange über die Klippe und

klinge –