Sklave des Gaumens I

Noch warten keine Wühltische auf mich –

die Preisschilder baumeln im  Ausschnitt –

windlos liegen die Kissen –

heisses Öl spritzt auf meine Schulterblätter –

 

mit geschlossenen Augen und zuckendem Mund

zähle ich auf

die restlichen Küsse

für das Weggeld.

 

Im Schatten eines fallenden Blattes und stolz

krümme ich mich über das Häufchen

und halte meine spröden Hände darum:

niemand spuckt auf dieses Wehr

in dem preislos baumeln

die restlichen Bilder und summenden Nerven

und in meinem Rücken ist Wind.

 

Die Haare eine Filzmaske und die Zunge eine Meerbrasse

messe ich den Abstand zwischen

Stationen und Ständen

mit Plastikrascheln.

 

Noch spricht man mich nicht an –

hört man nicht die stummen Kerzen meiner Zehen –

beugt man sich über die Auslagen

und die roten Rücken der Därme leuchten

im Gebet um Senf –

 

was für einen Ständer ich habe!

ich rolle ihn neben mir her:

angeschlossen an den milchigen Beutel

in dem wabert

halb Schorf halb Schleim

das restliche Wirklich und das nährende Eigentlich.

 

Noch warten keine Wühltische auf mich –

keine Hand liegt auf der roten Schulter –

die Preisschilder baumeln rastlos in meinem Schritt –

trocken liegen die Küsse –

und mein Zahnstein liegt ausgebreitet und trittfest

in den Lücken des Laufens