Flüelen, Ende Mai

der erdige schnee an der felsflanke weit über der panzersperre und ich im dauernden
schmirgelpapier des genitivs mit  
winterhauben im augenwinkel und diesem rosenstrauch von handgelenk und elle in dem die stimme
nistet wie ein pfeil im köcher oder ein horn im knochen und dann
kinderstimmen wie eine lawine und doch
gletscherhaft: es geht nicht weiter 
es geht nicht weiter und dann
unterholz-warten und unangehaltenes eis 
kälberig und traumhaft sicher und 
es geht weiter wenn da 
im schütteln der dunkeln tannenstirnen und buchenschirme
ein neues trachten-viertel heraufzieht wie gestern abend in den augen
dort an meiner harten flanke kurz vor dem 
auslass: den kopf bieten 
der schläfe die zum drittel schon
heruntergezogen in das erdbraune knacken
eines kakerlaken. oh die bretonischen küsten
über die ich mich geschlagen! und wenn dann
hüpfend und springend 
der reif ins rinnen kommt:
der hinabgestossene balg
aufgespiesst und aufgeraut
und aufgehellt

im schmelzenden auge.