Restheimat

Deutsch und deutlich
drängt mich ein widerstand
ausgedehnt wie der reif auf dem umbruch
aber unmarkiert
hinein in den verlust der gesichtsmuskeln -- 
wenigstens brennen die schlüssel 
nicht länger wie dietriche!
 
einen augenblick lang
schreckt mich nichts mehr -- 
weder die blaue visage der schuld
noch die rote wange der wut -- 
ich bin nadel und nagel -- 
ausgestreckt wie ein zeichen im schnee
und fühle die härte meiner tränen 
die mein gesicht durchstechen
und die eisige hose meines urins an den beinen. 
 
aber dann ist es schon zu spät
aber dann ist es auch schon aus -- 
kein notnagel wird mich mehr befreunden
keine notnadel ausschlagen
bis in den orient. die schlösser
in ihren irdenen fassungen 
brechen ohne widerstand heraus
ganz unabhängig vom sprachschlüssel
und durch das kaninchenlochgrosse auge der türen
die mich in den feldern erwarten
erspähe ich den rest heimat
hingespritzt wie der sinnlose samen der habenichtse
auf die dunkle leinwand der habenden 
und ganz ohne berge

 

und ganz ohne dich --