Nochmals Fluchtverse

IV

 

Wenn du unten bist

Kennst du nur 

Den Schmerz im Nacken 

Und das Weiss der Augen — 

Dein Kopf voller Kleinstgeld

Das zu zusammezuzählen

Noch nie gereicht hat. 

 

Die Arbeit zu tun

Die andere nicht schert weil

Unerträglich und uneinträglich — 

Letzter Hochmut und Ehrentitel

Für Leber und Darm — 

Dein weisser Elefant zerdeppert Geschirr

Dem niemand anhängt — 

Kostbarer als alle die Geisterfahrten 

In den Vorstandsetagen Verhandlungsritualen und Mitarbeitendengesprächen — 

Und keine Kontoflipperei

 

Und doch wenn ich jetzt heimlatsche

Kein Bier im Eisschrank

Und nicht die Spur einer Möse im Bett — 

Und die Freiheit von Maggi — 

Mehr nicht als die Geisterfahrten

Des Ganzen als Nichts faltenlos oder 

Der Zwiesprache mit den 

Denaturierten Lettern 

(Danke Herr Fauser) — 

Und die Salzflecken auf blauer Decke

Und die leise Moosluft mit Tomatensaftduft. 

 

Die Zimmerfahrten ohne konkrete Vorstellungen 

Aber viel Absichten mit ohne Inneneinrichtungen — 

Ein Strip Hoffnung und ein Strip

Ganz natürlicher Mittellosigkeit plus die Prise

Arschleckerei und Schulterzuckelei und die 

Scheppernde Notlüge der Bürgerlichkeit und darunter 

irgendwie lahme intellektuelle Arschbombe

Der nichtbedürftigen Prinzipienkackerei…

 

Wenn du unten bist

Lauter wortsäumige Zimmerfluchten

Und Fusel wie Sangria 

Und du denkst

Mit deinen weissen Augen

Und deinem steifen Nacken

(Dem einzigen steifen und dem einzigen weissen an dir)

Wenn du noch denkst

Wenn das noch Denken ist und du

nicht schon nur noch

Grünen kannst unten 

Unten lässt es sich auch

Leben aufm Sunset Boulevard

Der enlausten Egoficks. 

 

V

 

Und irgendein Arschloch oder

Noch so ein Arschloch 

Läuft mit der Aufschrift rum

Vivre la vie à tout moment — 

Mit einer Visage

 

Wie Kotze in der Steinenvorstadt.