Wüstenlied

Das Gut erwacht erst in der Kälte. 

Die Sauerkeit im Mund dampft

In die anderen Gesichter. Ein Kamel ruft. 

 

Die Inseln sind jetzt weit weg

Mit ihren Schnorchelparcours und

Mit ihrem Allyoucaneat… 

Von dort erreicht uns keine Botschaft mehr.

 

Wer sich in der Nacht in die Mulden gelegt hat

Die ein Bergbach vor einer

Grossen Anzahl von Sommern gegraben haben mag

Liegt wie aufgebahrt

Die Nase eine fremde Blume

Oder die Luftwurzel eines verdorrten Sumpfbaums — 

Das Gut erwacht erst in der Kälte. 

 

Niemand braucht Aufseher.

Es gibt genug zu tun. 

Am Abend sinken wir nieder wie Elektrogerät

Dem man den Stecker gezogen hat

Und kauen wieder ein paar Stengel

Denen Blätter fehlen

Von dem Kraut das hier

Draussen vor der Tür wächst und in der Nacht

 

Zischelnd singt.