Über die Strasse hinweg

Mein Gesicht verwandelt sich

Als ihr Gruss

Über die Strasse hinweg

Mich trifft.

Nicht schnell genug

Denn ihr Gruss 

Der mich trifft 

Mitten in der Rede zu mir selbst

Die ich gleichzeitig halte 

Wie den Lenker meines Fahrrads

Mit dem ich die Räder daran hindere

In die Tramschienen zu geraten

Was jederzeit geschehen kann 

Bei dieser Geschwindigkeit

Ihr Gruss fliegt

Über die Strasse hinweg

Wie ein Hund

Den man plötzlich an der Leine zurückreisst

Oder ein Drache

Der vom Wind verlassen wird und kurz absinkt wie ein Blatt

Über die Strasse hinweg

Fast schon ein Krüppel

Eine freudige gutgemeinte Missgeburt

Die man wärmen und herzen möchte

Trifft mich wie ein schwerer erster Regentropfen eines Sommersturms

Und verwandelt mein Gesicht 

Tatsächlich in einem Reflex

Der halb dem halb reuigen Flugobjekt

Halb ihrem schönen Gesicht gilt

Bevor ich es erkenne — 

Die Hand erhebe in Abwehr und Freude

Über die Strasse hinweg

Und ihren Namen rufe

Wie ein Verrückter oder Verräter —

Denn mein eigener Name fliegt mir da ja zu

Wei ein Stromschlag und schlägt mich

Aus der Rede zu mir selbst und fast aus der vollen Fahrt…

Ich werfe ihren Namen wie einen Anker

Über die Strasse hinweg

Und schon sind wir aneinander vorbei…

Habe ich denn ausgesehen

Wie mein Name

In dem Moment

Als sie ihn rief

Obwohl ich kaum 

Mich selbst war?

Selbst nur ein rasendes steuerndes murmelndes 

Objekt? Und wie

Sieht mein Gesicht aus

Wenn es nur noch mein Name ist

Den man rufen kann 

Über die Strasse hinweg

Als wäre es ich?

Ich fuhr weiter und lächelte

Wie ein Verliebter.