Eindeutig dazwischen VI

Herr Heinz ist sich nichts mehr sicher.

Langsam geht sein Hirn

Den Weg aller Schwämme. 

Seine Augen schwirren

Zwischen Hü und Hott.

Seine Wörter gehorchen ihm nur noch

Wenn er nicht daran denkt

Was er sagen wollte — vielleicht

Hat er seinen Willen zulange 

Hinter sich hergeschleift

Im Staub der Koppel. 

Herr Heinz besucht seine Nachbarin

Regelmässig aber er steht nur

Unten in der Küche und neigt seinen Kopf

Über das verfaulte Obst

Dessen Geruch er noch immer liebt. Seine Hände

Sind wie Knöpfe geworden

An denen man in der Kälte lange klaubt. 

Die vierte Stufe von unten wackelt

Und die Fliesen schreien auf

Im Obergeschoss. Die Nachbarin von Herr Heinz

Geht dort oben ihre Runden

Mit Metronomschritten. Sie ist Herr Heinz’

Leiche im Obergeschoss. 

Jedes Mal fällt ihm der Entscheid

Schwerer zwischen dem Wecker und dem Zeitzünder

In den schwarzen Morgenstunden dieses langen Herbstes.

Der Sheriff schaut schon lange nicht mehr vorbei.

Hin und wieder streifen die Schulkinder übers Gelände

Und jagen sich Angst ein. In den Nächten

Glänzt das gelbe Sperrband und knattert im Wind

Und manchmal denkt Herr Heinz

Er sei mit seiner Nachbarin 

Ein noch nicht fertig geschnürtes Geschenk.