Hiroshima

Noch stecken die Pilze im Boden. 

Wie lange noch — Herr

Hältst du die Hand darüber!

Tausende Augenklappen hat der Boden

Darunter die Glasaugen der Vergeltung… Augen

Ohne Regenfarben… Aschfahl und 

Berechnet. Wie lange noch

Herr! Die Welt ist doch nicht

Seerosen & Picknicks!


Auf dem Strunk wächst 

Der Flügel eines Pilzes.

Fliegt er auf reisst er

Alles Atmen aus dem Boden. 

Die Lungen werden nicht mehr im Boden

Verästelt ihre Wurzeln ziehen wie die Zwiebeln.

Einem Moor gleich

Kollabieren wir: 

Zeichen auf Asphalt

Von der Hand und in der Sprache

Des Herrn. 

Doch leichthin 

Schreiten wir über den Boden 

Seine tausend Glasaugen ungeschaut. 


Der Dom der Industrie- und Handelskammer 

Reckt seine abgelüpfte Glatze 

Übers Eilen der Schulklassen

Übers Krakeelen der Spatzen

Und jede Dole eine Auge

Das in stumpfer Erwartung

Anblickt den Himmel

Die Pilzgestalt des Himmels. 


Da sitzt der Spatz

Sein Auge blickt dich an

Nichts spiegelt sich darin

Er neigt den Kopf 

Und fliegt auf 

Als habe ein Habicht seinen Schatten

Ausgebreitet übern Boden 

Wie die Hand Gottes

Die ausgestreckt bleibt.