Der Aleator II

Adagio geknebelt

Unter den Zwiebeln

Über den Schamlippen


Die einen wie die andern

Tausendfach umgebrochen

In beckmesserischem Adlibido.


Denn dies ist die Zeitenwende

In Ungestüm & Tandaradei

Aus der einmal dann wahrscheinlich


Mit Krügen geschöpft wird bis zu den Wurzeln der Erlen hinunter

Was übrig bleibt vom Salat

Der vorsichtig hüpfenden Zehen unterm Laken.


Ein Adagio aus Schamlippen

Und Zwiebeln wie gerufen das

Zur Unzeit die Tastaturen durchpflügt


Und aus den einen tränt das Glück

Und aus den andern schwillt das Stück

Das wie ein Pilz einen musischen Lukmanier


Oder ein zinsloses Darlehen ist

Für langlebige aber gerade Furchenstrecken

Und unbegründete Sehnsüchte nach dem Ende.


Über allem wie eine Stromkette

Auf und ab gleitend im Atem der Halbinseln

Die dumpfen Worte des Adagios


Die Ahs und Ohs der Murkse

Die scheibeln die Zwiebeln wie weiland Grossmutter

Und die Schamlippen schmieren wie Zöllner


Mit dem Abguss von zündenden Ideen

Mit den letzten Worte der Pandämonier und Harfenistinnen

Und der Pause der Unkenrufe


Bis zum ersten Bissen am Knebel oder an der Knolle.