Aufgestanden!

Aufgestanden jetzt!

Dieses Land wartet nicht:

Noch lange hängen

Die Abrissbirnen

Nicht tief genug!

Steh auf und jetzt!

Noch krümmen sich die Äste

Wie die Knochen von Kreisen

Denen die Unendlichkeit abhanden gekommen ist

In den baren Himmel. 

Doch schon beflockt

Von den Blüten dieses Taumelgeists

Doch schon beträufelt

Von den Schaumspritzern der Gegenwart…

Aufstehen sage ich dir!

Wie lange willst du noch warten

— Geduld ist eine bürgerliche Tugend

Du trostloser Toter! —

Wie lange noch zögern

Bevor du dieses Land

In Schafsmilch ertränkst

Wie letzten November?

Steh auf und wirf ab

Deine zweite Haut aus Kamelhaar und streife

Den Heuschreckengriess aus den Haaren deines Barts!

Siehst du nicht

Wie die andern bereits

Verwachsen sind mit ihrer zweiten Haut

Aus Häuschen und Gärtchen und Berüflein?

Kennen sie sich denn noch? Kannten sie sich je?

Schau auf und sieh

Wie sie in ihren Gärtchen jäten

Wie sie in ihren Häuschen bäschelen

Wie sie in ihren Berüflein huschen und kuschen! …

Wenn die Rasenmäher singen

Dann ist es zu spät mein Lieber!

Steh auf und nimm deine Harke

Und grabe sie um! Ich sehne mich

Nach dem dunkeln Umbruch auf den Feldern!

Aufgestanden und los!

Säe Dschungel in ihre Herzen und

Läuse in ihren Geist!

Pflege dieses Land

Mit Flut und Ungeduld und Armut!