Emmaus

Da liegt er.

Die Krähenfüsse zucken vor Anstrengung

Und sprechen eine beredte Sprache.


Liegt er schon lange so?

Noch nicht allzu lange…

Tut er nur so?

Öffne seinen Mund und du wirst

Das Stadium sehen 

In dem er den Wettlauf verloren hat.

Ist er seinen Anstrengungen erlegen?

Das glaube ich nicht

Immerhin ist er auch noch da 

Und die Brauen zittern:

Sie sind seine Köder

Und öffnet er seine Augen

Ist es für eine Flucht zu spät.

Flieht er uns so?

Er ist uns auf jeden Fall voraus

Oder gar über.

Und das ist vielleicht besser so.

Läge er nicht hier

Wie ein Leichnam auf dem Osterspaziergang

Hinaus nach Emmaus

Er könnte uns anderswo 

Überfallen wo wir nicht so vorsichtig wären. 

Er meint es also gut mit uns?

Das wird sich weisen.

Weshalb hat er keine Hände?

Er hat getan was zu tun war.

War es genug was er getan hat?

Es ist nie genug mein Kind

Es kann nie genug sein.

Darf ich ihn mal treten?

Nein das gehört sich nicht.

Ist er denn nicht tot?

Das lässt sich so nicht sagen.

Weshalb ist sein Bauch so gross?

Er hat zu viel Eis gegessen.

Nein im Ernst jetzt Opa?

Er stirbt und verwandelt sich…

Vielleicht ist er ein Ballon 

Wenn wir zurückkommen!

Darf ich ihn dann mit nach Hause nehmen?

Ja das darfst du.

Er liegt immer noch dort.

Er hat nicht aufgehört aufzugeben.

Das darfst du nicht glauben. 

Ist er so alt wie du?

Älter. 

Aber er hat keine Glatze wie du.

Nein darin ist er anders.

Wird er noch so daliegen

Wenn wir zurückkommen?

Vermutlich.

Aber er kann nicht in den Traum hinein?

In meinen nicht mein Kind in meinen nicht.

Darf ich dann drei Kugeln Eis im Emmaus?

Ja wenn du sie alle schaffst… 


Da liegt er.

Seine Hände im Herzen des Jungen.

Kratzen mit langen Nägeln

Alle Lust zusammen.