Pandora?

Die Stadt zu meinen Füssen

Gehüllt in Nebel und Gischt

Wie eine Schachtel Konfekt. 

Die Stirne schmerzt vom Nachdenken —

Das Herz vom Versuch des Fühlens. 

Die Blasen an meinen Füssen

Ein Dutzend Ballons 

Und ich schwebe kopfüber

Über die Stadt 

Getragen vom Unheil — 

Ich werde nie mehr naschen

Versprochen. Ich werde nie mehr

Dulden: nie mehr schwören. 


Ich bin doch nur ein Mädchen

Das vor seinem Jungen steht 

Und ihn anbettelt er solle sie bitte

Lieben. — Ach, Pandora!


In dir hat mein Herz Wurzeln gefasst

Dünne Wurzeln wie Sehnerven

Und in dir richte ich Gebäude auf

Die keine Kartenhäuser sind. — Ach, Pandora!


Düsternis & Zapfenstreich:

Der Wagentross rumpelt hinunter

Und steht an den Toren der Stadt.

Nicht weit dringt die Kunde.

Die Gleise sind zerlegt und zersägt. 

Die Kühe jammern.

Die Gäule scharren wie in Filmen

Und prusten mit schäumenden Lefzen

Das Lachen von Julia Roberts.

Schaut die flachen Zähne!

Ein Unheil kommt selten allein.

Ich bin der Öffner 

Der dich schliesst

Meine Stadt.


Ich kann nicht im Licht stehen

Das kann ich nicht: ich traue es mir

Nicht zu. — Dann nasche nur ein wenig!


Ich bin so wohl

Allein und wohne über der Stadt

Wie ein verdorrter Strauch. 

Dein Schoss ist nicht das richtige 

Gegengift für meine Dürre.

Ach, du störrisches Biest!