Nachleben

Fast nichts wird.

Alles verbrennt im Nahleben. 

Üben die Tauben in ihrem Ruf

Etwa Nachsicht? Die Störche

In ihrem Klappern etwa

Ungeduld? Frage nicht

Was deine Hand für dich tun kann

Sondern du für sie zu tun bereit bist!

Die Verfassung garantiert 

Die Unverletzlichkeit der Fährten. 

Wer streicht denn nicht

Umher mit aufgesetztem Nachtsichtgerät un verkohltem Gesicht

Auf der Suche nach dem letzten Wilden?

Auf den Höhen die Wimpel der Freudenfeuer

Wie die Augen einer Armee von Spinnen — 

Nah am Leben sein… 

Die Wurzeln der Eibe krallen sich in die Erde:

Haben sie dadurch die Erde erfasst?

Die Lende des Lebens stakst vorüber

Mit vorausnickendem Gehorsam. 

Fasst sie! Fasst den Frevler!

Und ist Nachsicht besser 

Als Vorsicht und Tageslicht nicht

Zuträglicher als Nachtlicht. Die viehischen

Fernen umstreichen uns keckernd mit erhobenem Schwanz

Und die Wüstenei streut Nissen in unsere Haare. 

Wer hat gesagt

Dass alles gut wird — 

Welche Idiotin hat das

Wider besseres Wissen

Unsere Schöpfe verwirbelnd

Wieder & wieder

Behauptet?

Nichts ist zu behaupten hier. 

Fass dir mal an die Eier: 

Sind sie noch da?

Die Blüten sind auch nur

Passagiere. Vögel können auffliegen. 

Tinte verblasst und Liebe ist

Wie ein Schluck Wasser.