Am Brunnen stehen (Frühling ist nicht)

Hier ist der Brunnen.

Trocken wie mein Rachen.

Schwarz umrandet 

Wie meine Lippen

Nach dieser Nacht

Nach diesem Wein.


Bedenke die Steine!

Denke an sie! Höre sie

Rumpeln wie Regimenter

Deren Marsch lange erschallt

Bevor sie die Strassen des Städtchens fluten.


Keine List hilft mehr. 

Ich stehe da vor dem Loch

Wie die Rösser der Hochzeitskutsche

Die ihre Milchtränen weinen 

Am Fusse der Hochtreppe.


Und das Lachhafte — 

Hast du es in deiner Scham 

Auch bedacht? Die Sachen

Öffnen keine Welten dir —

Vollgeschneuzte Taschentücher

Über deinen Gesichtern. Mehr nicht.


Einmal noch die Rollen vertauschen

Mit dem Krämer und dem Schneider!

Mit der Nadel beten 

Mit dem Wallholz und den weissen Händen!

Diener nicht von Geschicken!


Deine Dummheit kommt dich leicht zu stehen

Deine Dummheit trägt dich noch weiter!

Das Sachhafte haftet dir an

Wie die Läuse den Haaren.

Schüttle dich nicht

Als lebtest du noch!


Ja der Brunnen ist es. 

Trocken wie mein Auge.

Die Sache ist zu Ende.

In der Scham- und in der Morgenröte

Entkleide ich mich für die Wut

Für die Milch der ersten Nacht.