56 Hope Road I

Kann dies schon das Leben sein?

Dieses kalte Flämmchen?

Diese hellen Bildschirme?

Diese dürren Gedärme?

Was ist es denn — 

Flechten auf Schieferstiegen

Sand unter Nägeln

Denn barfuss komme ich.


Das Haus ist nicht jenes mit der Adresse

56 Hope Road… 


Kinder spielen auf dem kupferroten Hartplatz

Nur das Knattern der Füsse

Und das dumpfe Seufzen des Balls

Sind zu hören. 

In meinem Rücken flüstert das Dickicht vogellos.

Rauch füllt meine Lungen als Gebet.

Ich stosse ihn von mir als einen Fluch.

Metallisch klingen alle Schritte

Nur die der Hunde nicht. 

Der Himmel — geronnenes Wachs.

Wer hat denn die gottverdammte Kerze umgeworfen und ausgelöscht?


Verschlungenheit des Gedankens

Mit dem ewigen Licht der Schuld. 

Auf den Bildschirmen und unter den Fingern

Zerplatzen Bonbons zu Zahlen und 

Gummibärchen summieren sich. 


Das Flämmchen des Monds über der Brüstung des Hochhauses

Auch wie eine kretische Schale

In der die Fürze der Eltern

Gerade so

Bewahrt werden können

Aber nicht das Leben.