Frühling ist nicht!

Der bekannte Stamm des Ernstes:

Die lächerliche Blüte der Ehrlichkeit.

Ich schaue mich um und niemand liebt mich.

Im warmen Wind schwanken die Tannen

Und schütteln die Vögel aus

Die nicht mehr schreien.

Der Mut hat mich losgelassen.

Wenn ich lächle

Gleicht mein Gesicht

Einem Strunk.

Ich schaue um mich und liebe nicht.

Die Verzweigungen in jeder Sekunde!

Wie denn kann etwas daraus wachsen!

Der aufgeweichte Boden saugt weiter

Und die Vögel schreien nicht mehr.

Ich aber schreie noch weiter.

Die Armut des Wandels:

Ein warmer Wind genügt…

Genügt das mir? Es genügt mir nicht.

Ich will mehr - viel mehr. 

Der Humus leuchtet dunkel und bereits

Kriechen blutrote ausgezehrte winzige Ameisen

An den Fugen des Waschbeckens entlang

Wie die tastenden Finger einer liebenden Frau

An den Lenden eines wartenden Mannes —

Über den Hochhäusern mit ihren Balkonkinnen

Schrecken Krähen knatternd auf…

Ich schaue um mich und kann und kann nicht

Lieben! Ich wehre mich nicht gegen den Wandel

Und mache einen Bogen um die abgeschnittenen Platanenruten —

Als hätte man einer Spinne ihre Beine gezogen…

Es genügt nicht —

Diese Übung im Warten kann nicht

Genügen! Die Vögel schreien nicht mehr. 

Ich kann nur hoffen

Dass der Strunk auch Ruten wie Insektenbeine treibt

Und mein Gesicht mit einer fremden Bartform schützt

Vor den warmen Winden

Die dem Humus schmeicheln mögen.