Sibelius

Lass ziehen!

Puppe an den Schnüren der Zeit!


Dein Herz pumpt 

Dein Herz stampft

Im Kopf röhren die Ventile der Dringlichkeit.

Dein Herz pumpt 

Dein Herz schlägt

An den mageren Kasten deines Willens:

Bald splittern die Bretter!


Lass ziehen!

Puppe an den Schnüren der Zeit!


Bald splittern die Bretter

Und pfeifen dir wie Sirenen um die Ohren

Und nichts war dahinter

Was für eine Oper hinter dem Verschlag!

Kreischend explodieren die Kreisel

In deiner Brust und zerschlagen

Die Scheuklappen der Gegenwart. 


Lass ziehen!

Puppe an den Schnüren der Zeit!


Die Dinge pulsieren

Die Dinge erbeben — 

Siehst du ihre Ungeduld?

Was ist diese Unrast gegen deine!

Was ist diese Disziplin gegen deine!

Die lunare Trostlosigkeit 

In die sie gebunden!


Lass ziehen!

Puppe an den Schnüren der Zeit!


In was du gebunden

Nimm hin als gefunden

Sagt man dir… 

Du lachst wie ein Wolkenbruch — 

Ich kann nicht! Kann nicht!

Hast du es denn versucht Johan?

Die Ostinati schrillen und klingeln ununterbrochen. 


Lass ziehen!

Puppe an den Schnüren der Zeit!