Und hier bin ich nun

Und hier bin ich nun:

Wie die Dornen der Rose

Abwärts gerichtet. 

Ein einziges

Starres

Glotzen.

Von oben

Von der Leiter meiner Gegenwart

Sehe ich dich

Laufen

Immer wieder 

Ihm zu laufen

Mit fliegenden Haaren

Lachend wie eine Möwe

Mit ausgestreckten Händen

Auf ihn zu

Laufen

Und ich kann wie damals

Meinen Blick nicht davon abwenden… 

Und gleich darauf

Kaum hatte er dich aufgefangen

Und seine Blicke trafen meine Blicke

Über deine Schulter hinweg

Sehe ich 

Von hier wo ich nun bin

Mit meinen Ader-Augen

Diesen Instrumenten zur Weitung der Wunde

Die Höhlung deines Gaumens

Und nicht meine Zunge ist es

Die darin spielt wie Leviathan

Ein Geschrei wie Kies

Prasselt daraus und spritzt

Bis in mein Herz

Das noch jetzt

Leise rasselt

Von dem Splitt dieses Schreis

Und von hier

An diesem steilen Gestade der Zeit

Über das ich krieche 

Und wende ich den Kopf

Sehe ich seine Augen immer noch 

Wie Steinschleuderschlingen

Und deinen Mund der dieses Gesicht zerreisst

Zu einer Vulva der Ohnmacht —

Herrgott!

Weshalb wende ich den Kopf

Weshalb schaue ich hinunter

Als sei ich Orpheus?

Mit einer Geste des Schmerzes 

Zerschneiden die Dornen mir

Im Aufstieg die Kleider…

Was für ein Klageweib bin ich

Geworden! Und meine Stimme

Hat nichts von deinem Lachen

Bewahrt das wie Schneeflocken

Zu mir heraufschellt.