Boxer!

Ich bin ein Boxer

Im Ernst jetzt

Ich habs im Eingeweide

Hier hier und hier

Ich beginne mit kleinen 

Kurzen tastenden Schlägen

Die den Leser heranlocken

Memmenhafte Schläge wenn man so will

Zeh an Zeh stehen wir dann tänzelnd

Wie zwei Hunde die sich beschnuppern

Und er wischt mir mit einem linken Haken ans rechte Ohr

Ein einziges Dröhnen in der Birne

Und ich senke 

Nur kurz

Meine Deckung und da

Kommt auch schon der Uppercut

Und schleudert mein Hirn 

Wie einen offenen Gulaschtopf

Auf meine Schulterblätter

Ich trippele taumelnd weg und weiter

Und er dringt auf mich ein

Zeh an Zeh

Und ich vergesse jede Rücksicht

Und bearbeite seine Nieren

Mit Schlägen wie Löffel

Denn jetzt brennt’s in mir 

Es ist wie Kotzen

Einfach mit den Armen

Mein letzter Punch hebt ihn von den Brettern und

Ich sehe das feine Rinnsal an seinem Kinn

Und er umklammert mich

Rasselnd keuchend

Wie eine Kuh

Rutscht an meinem Nacken herum 

Es ist schwer ihn von mir zu stossen

Verdammt glitschiger Aal fauche ich

Und rücke ihn in die Banden

Bevor ich aushole 

Sein Kopf fliegt verformt wie ein Wal am Strand bis ans Schlüsselbein hinüber und zurück

Und dann starren wir uns an

Mit geplatzten Lippen

Und zuschwellenden Augen

Aus unseren Cornern heraus 

Und ich weiss

Dass mein Eingeweide jetzt

Wie der Motor einer Bolide röhrend

Angesprungen ist und dass auf das Eingeweide jetzt

Verlass ist und ich springe auf

Dem Leser entgegen

Bereit für 10 Runden

Und pfeife auf Technik

Beinarbeit und Finten

Verlasse mich ganz 

Auf die Stamina 

Meines Worts. 


Ich stehe auf 

Schwinge meine beiden Wörter aneinander 

Dem werde ich es zeigen.