Die Erzählstimme wechseln

Die Erzählstimme wechseln: lange in einer sehr genauen, aber porösen Art schreiben, die nicht zu viel von allem will oder gar kann, eine Stimme führen, die ununterbrochen wachsam ist, die jeder Abweichung ausweicht, weil sie eine Lüge ist, und dann mit einem Hüftschwung der Wörter hinüberwechseln in die andere Wagenspur, wo die Wörter rinnen und springen, und keines mehr wiegt als das nächste oder das vorhergegangene, weil ihnen alle die ähnliche und verräterische Kraft innewohnt, jene Kraft des Erzählens, das nicht evoziert, sondern beschreibt. Und trotz dieses Verrats an der vorhergegangenen Stimme glücklich sein, befreit, sich lockern und hüpfen, bevor man sich wieder der Strenge und Schlichtheit übergibt.