Aus dem Schreibtragebuch

 

Alles liegt in der Schwebe; keine natürliche Fortbewegung, Dynamik. Die Dramatik meines Schreibens ist so pathologisch auf das Detail-Ereignis der Beschreibung konzentriert, dass ein Fortschreiten der Handlung nur zuckend und ruckend, in kleinen Erdbeben geschieht. Die Handlung wird durch äussere Anstösse angetrieben; ebenso die Protagonisten. (Man könnte daraus folgern, dass sich darin meine mir ganz eigene Haltung gegenüber dem Leben spiegelt.) Die Dialoge sind ruckartige, unerzählte, unbeantwortete Frage-und-Antwort-Spiele, die nicht nur nicht befreien (weder den Protagonisten noch den „Erzähler“), sondern vielmehr die Isolation des Protagonisten (und des Lesers) verstärken.