Was ist

Was ist denn?

Kannst du noch sagen

Was gut ist

Was bejaht

Ohne es

Und

Trotz deiner Freiheit

Freiheit zur Wahl

Umzuwenden —

Die Glätte und Rundung der Vokale

Zu versteifen und aufzurauen

Bis zum stumpfen Laut —

Musst du das Heute denn

Häuten und seine Haut

Nach aussen gewandt

Der Vergangenheit entgegen

Halten?

Ist es denn Wagnis

Die Zahl auf der Münze

Für die Figur darauf

Aufzugeben

Da sie doch

Wenn auch abgewandt

Bleibt?

Was ist’s denn

Das dich in die Arme

Von Einsamkeit und Verzicht treibt?

Schickst du nicht

Die Suche statt der Flucht

Vor?

Entwendest du dich

Der Zukunft?

 

Du sagst

Die Ewigkeit ist im Heute

Zusammengeschnurrt

Wie eine Hundeleine

In der Hand des Herrn…

 

Ich sage

Erinnerst du dich

Wie wir aus dem Fluss steigen wollten

Und du die Dornen und Nesseln scheutest

Die seine Ufer bewachsen…

Liessest dich treiben

Bis zum Kiesstrand

Viel weiter unten

Trotz deines Wadenkrampfs…

 

Du aber sagst

Selten ist das Herz geworden

Das ich mit meinen Kindern gefüllt

Das ich meinen Kindern mitgeteilt

Das ich meinen Kindern fälle.