Aus dem Schreibtagebuch: Roman-Sog

Der Roman saugt alles auf; von dir bleibt nichts übrig. Er ist unersättlich — deine Begabung dient ihm nur; du wirst ihm Werkzeug — hast du am Anfang noch glauben können, du erfändest die Geschichte oder ihre Figuren, beherrschen sie bald schon deine Vorstellungskraft, und lenkt die Geschichte sich selbst: durch dich. (Ich hielt das bisher immer für romantisches Geschwafel…) — Und in seinem Sog verschwinden all meine Illusionen über die Gedichte, die ich noch zu schreiben hätte…