Samstag der Poesie!

Es war wunderschön und kalt; am Ende hatte ich fast keine Stimme mehr. 

Ich war diesmal erstaunt, dass selbst an Plätzen, an denen ich bisher kein Publikum gehabt habe (Tellplatz, Bahnhofvorplatz Gundeli oder gar in der Elisabethenanlage neben dem kleinen Teich), Menschen stehen geblieben und zugehört haben. Ich habe dieses Mal weit mehr Couverts mit Gedichten verteilt als die letzten Male zusammen genommen. Das stimmt mich optimistisch. 

Viele "Dankeschön" habe ich gehört und Lächeln gespürt. Eine Frau meinte, als ich ihr das Couvert gab (2 Gedichte angehört, dann gibt es ein Couvert mit einem Gedicht von mir), sie sei ja schon beschenkt worden (mit Gedichten, meinte sie, aber das habe ich erst ganz am Schluss meines Zugs durch Basel verstanden). 

Und ich muss einfach sagen: Es ist für mich inzwischen (das war es nicht beim ersten Mal) etwas ganz Natürliches, Gedichte auf offener Strasse vorzutragen. (Wenn es mir nicht gerade den kleinen Zettel "Samstag der Poesie" vom Notenständer weht...!) Und es macht enorm Freude. Wer mich da noch nach meinen "Einkünften" oder "Erträgen" fragt - hat nicht geschnallt, worum es hier geht. 

Einziger Wermutstropfen: ich war nicht zufrieden mit meiner viel zu spontanen Zusammensetzung der gelesenen Gedichte. Es hat sich für mich kein wirklicher Bogen gespannt vom Anfang zum Ende. Lehrgeld muss man halt immer bereit halten! Das wird das nächste Mal hoffentlich anders sein - Ideen für Bögen und Lieblingsgedichte habe ich ja genug. Vielleicht gibt es zum nächsten Mal eine sehr "beatige" Lesung, mit viel Beat-Literatur!

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