Das Spirituelle in unserer Welt

Das Spirituelle muss seinen Platz in der Welt haben. Die Musik ist nicht für den Tanz da, die Sprache nicht für die Kommunikation, die Gemälde nicht für das Auge: alles muss ein Verweis, ein Fingerzeig, ein Aufforderung sein zum Geistigen. Gewiss, der Mensch lässt sich nicht zum Geistigen zwingen; unsere Aufgabe ist es, die Wahlmöglichkeit zu verdeutlichen und ihn mit durch die Kraft unserer Kunst und Kunstfertigkeit in die Richtung zu drehen, in die er zu gehen hätte. Diese Elektroschock-Kunst („La beauté sera convulsive ou ne sera pas“, Breton) kann nichts mehr tun als dies, konnte es nie anders: der Anstoss muss genügen, der Anruf („Du musst dein Leben ändern“, La Cour) muss in seiner Dringlichkeit die Möglichkeit eröffnen, diesen Pfad allen Zwängen zum Trotz gehen zu wollen. (Fast hätte ich von einem Angebot gesprochen: handelt es sich doch um eine Einladung!)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0