Freiheit

Alles rührt mich.

Die Begeisterung meines Jungen fürs Fangen

Und für das mit ihm spielende Mädchen.

Seine blonden Locken und 

Seine verkehrt angelegten Sandalen.

Die Libanonzeder und die Blutbuche 

Eingeritzt in den Tag. 

Sogar eine Ameise könnte auf mein Mitgefühl zählen.

Alles hier draussen ist

Gemalt. Ich fürchte mich

Es könnte ein- und mich

Hinausreissen. Beständig ist nur

Die Gewissheit des Unechten in diesem 

Einzig Echten. Ich streiche meinem Sohn über die Locken.

Freiheit ist ein Gefühl 

Bevorstehenden Verlusts. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0